Verwirrungen

Kagome kramte nach ihren Schlüsseln und sperrte die Türe ihrer kleinen Wohnung auf. Sie war froh, dass sie erst vor Kurzem aufgeräumt hatte. "So ... hier wären wir.", sagte sie, als sie die Türe hinter sich und Inu Yasha geschlossen hatte.
Er schaute sich um, es sah kleiner aus, als seine Wohnung, aber nicht minder schön. Ihr Geruch schlug ihm in die Nase, was ihn unbedacht zufrieden aufbrummeln ließ. Vielleicht könnte er sich auch duschen, oder so? Das tat bestimmt ganz gut... Und vielleicht wäre er dann wieder klar bei Gedanken. "Schön hast du es hier...", murmelte er etwas in Gedanken.
"Danke. Also ... ähm ... du möchtest dich sicher noch ein wenig frisch machen, hab ich recht?", fragte sie, als könnte sie Gedanken lesen.
Er nickte nur. "Hast du... evtl... Handtücher und Hose, oder so? Oberteil brauch ich nicht...", fragte er sie. Er wollte seinen Mund erst einmal 50 mal ausspülen.
"Handtücher hab ich bestimmt ... aber mit der Hose bin ich mir nicht so sicher ... ich werde mal nachsehen!" Und schon verschwand sie in ihrem Schlafzimmer, begann einen Kampf mit ihrem vollen Kleiderschrank und durchwühlte ihn bis in die letzte Ecke.
Er nickte erneut und wartete im Flur auf sie.
Er wusste jetzt schon, wo sich welche Räume befanden, der Geruch verriet es ihm. Wobei sein Blick eher auf ihrer Schlafzimmertür lag. Ihr Geruch war unverkennbar. Er schüttelte kurz den Kopf und schaute sich im Flur um. Einige Jacken und Kommoden, ansonsten Bilder und anderer Dekokram. Nichts besonderes.
Das konnte ja nicht wahr sein, regte sich Kagome innerlich auf. Wo war das Drecksteil denn hin? Hatte sie es weggeworfen? Bestimmt nicht.
Nach einigen Minuten zog sie freudestrahlend das gesuchte Stück aus dem Schrank. "Ich habs!", rief sie und erhob sich aus dem Wäscheberg. Die Hose, welche sie gesucht hatte, faltete sie auseinander und errötete. Das hatte sie ganz vergessen, das letzte Mal, als sie die Hose an hatte, hatte sie eine pubertäre Anwandlung und hatte einfach mit Farbe darauf herum gemalt. Naja ... besser als nichts.
Sie ging wieder zu ihrem Besuch hinaus und hielt ihm den Stoff unter die Nase. "Ich hoffe es wird passen.", meinte sie und drückte ihm die Hose in die Hand, dann verschwand sie im Badezimmer.
Kurz schaute er ihr verwundert hinterher und begutachtete dann die Hose. *Die sieht aus, wie nach einem Farbfabrik Supergau...*, dachte er, drehte sie herum und begutachtete sie nochmal. Aber sie würde ihm passen. Kurzerhand warf er sich das Kleidungsstück über die Schulter und wartete, dass Kagome wieder aus dem Bad kam, damit er hineingehen konnte.
Sie kramte noch ein wenig in ihrem Spiegelschrank herum, bis sie eine neue Zahnbürste hinaus zog. Sie hatte immer welche auf Vorrat, falls Sango, oder Ayame einmal bei ihr spontan übernachteten. Diesmal ist sie eben für den Hanyou. Dann legte sie noch zwei Handtücher aus dem kleinen Schrank auf ihre Waschmaschine, darauf die Zahnbürste, dann verließ sie das kleine Zimmer wieder. "So, nun kannst du hinein. Lass dir ruhig Zeit!"
Er nickte, bedankte sich abermals und verschwand im Badezimmer.
Er entledigte sich seiner Klamotten, schnappte sich die Zahnbürste und verschwand unter die Dusche. Das warme Wasser auf seiner Haut tat gut und wärmte ihn wieder etwas auf, auch seine Gedanken ordneten sich wieder. Morgen würde es ihm richtig schlecht gehen, im Moment ging es ihm noch recht gut. Nach 10 mal Zähne putzen und etlichen Male ausspülen war der eklige Geschmack endlich gewichen.  Schnell wusch er sich die Haare noch einmal aus und kam dann unter der Dusche hervor.
Inzwischen richtete Kagome das Sofa her, zog es aus, damit man darauf schlafen konnte, legte ein großes Laken darüber und lief in ihr Schlafzimmer zurück, um das unbenutzte Bettzeug zu holen, welches sie in ihrem Bett liegen hatte. Nachdem das Bett erledigt war, führte ihr Weg weiter in die Küche, wo sie ihren Auflauf entdeckte. Etwas zu Essen wäre bestimmt gut für sie. Ob Inu Yasha auch etwas davon wollte? Sie würde es heraus finden. Tat seinem Magen bestimmt gut.
Nach weiteren Minuten waren seine Haare, dank Föhn, getrocknet und die Hose ebenfalls angelegt. Wie gesagt, Oberteil brauchte er nicht, mit diesen konnte er auch nicht schlafen, merkwürdige Panne von ihm.
Somit verließ er das Bad, schnappte sich vorher aber noch seine Sachen und ging wieder auf den Flur. Er marschierte ins Wohnzimmer, wo er die ausgezogene Couch entdeckte.
Das Mädchen streckte ihren Kopf durch die Küchentür. "Ich mache Tee, willst du auch einen? Und ich denke, dass du auch etwas essen solltest, damit sich dein Magen ein wenig beruhigt und wieder etwas drinnen ist."
"Gerne!", meinte er schnell, Essen, das war gut. Er legte seine Sachen auf die Couch und tapste in die Küche, wo er allerdings erst im Türrahmen stehen blieb und sich etwas umsah.
Währenddessen schnappte sie sich zwei Teller und legte erst ein kleines Stück auf einen und dann ein etwas Größeres auf den anderen. Sie hatte gehört, dass Dämonen und Hanyous meist viel mehr Essen vertrugen, als Menschen. Den Wasserkocher hatte sie auch schon angestellt. Die Teller wanderten in die Mikrowelle, dann drehte sie sich um und musterte ihren Gast. Leicht verlegen drehte sie ihren Kopf zur Seite. Das war das erste Mal, dass sie einen Mann hier hatte, der nicht zur Familie gehörte und noch dazu nur mit Hosen.
Er legte seinen Kopf etwas schief und schaute sie fragend an. "Mh?!" Er kam in die Küche, das roch ganz gewaltig nach... er stellte sich vor sie und danach etwas auf die Zehenspitzen, um hinter sie schauen zu können. Allerdings war die Auflaufform leer.
Schlagartig wurde ihr heiß, als er so nah bei ihr stand, sein Geruch ihr in die Nase kroch und sie die Augen schließen ließ. Das durfte nicht wahr sein. Warum musste er so nah zu ihr kommen? Konnte er sich nicht einfach hinsetzen und warten, bis alles fertig war?
Die Mikrowelle klingelte kurz und gab somit das Zeichen, dass das Essen warm war, doch sie rührte sich nicht einen Zentimeter aus Angst, dass sie ihn irgendwie berühren würde. Das wäre nicht gut, wenn das passierte.
Als die Mikrowelle klingelte zuckten seine Ohren kurz und er wartete dennoch, er wollte wissen was auf den Tellern war. Allerdings rührte sie sich nicht. War sie in Gedanken? Er stellte sich normal hin und ging mit ihr auf Augenhöhe. Auch diese waren bei ihr geschlossen? "Kagome?!"
Erschrocken riss sie ihre Augen auf und starrte genau in seine .... nicht gut. Sie verlor sich in diesem wunderschönen Gold, hatte das Essen schon lange vergessen.
Auch er war von einer Sekunde auf die andere gefangen genommen worden. Er verstand immer noch nicht wie man solch dunkle Augen haben konnte. Dennoch richtete er sich wieder vor ihr zu seiner vollen Größe auf. Und wandte dann krampfhaft den Blick auf ihre Haare.
Der Blickkontakt brach ab und ihr Hirn fing wieder an zu arbeiten. Schnell blickte sie auf den Boden, studierte diesen einige Sekunden, kaute auf ihrer Unterlippe herum. Wie peinlich war das denn nun?
Auch er schüttelte sich einige seiner Haare ins Gesicht um den Rotschimmer zu verdecken. Verdammt! Er ging einen Schritt nach hinten und dann zu dem kleinen Tisch, an welchen er sich auch kommentarlos setzte. Er sollte aufhören ihr so nahe zu sein!
Sie schluckte noch einmal, dann drehte sie sich zur Mikrowelle und holte die Teller hinaus. Langsam ging sie auch zu dem Tisch und stellte die Portion für den Hanyou vor ihn hin, setzte sich dann ihm gegenüber, nachdem sie auch noch das Besteck geholt hatte. "Ich hoffe es wird schmecken ... wenn es zu viel ist, dann lass es einfach stehen, ja?" Ihre Stimme war leise und sie klang ein wenig gebrochen.
Er nickte und doch musste er, als er das Essen sah grinsen. "Lustig... bei mir gab es heute das Gleiche!", erzählte er ihr. "Allerdings fand ich es noch nie so merkwürdig Essen zu machen....", gestand er auch und musste sich wieder daran erinnern, dass in der Tür seiner Küche irgendeine Aura war.
"Ehrlich? Also ich muss zugeben ... als ich heute Mittag hier gewerkt habe, hatte ich das Gefühl, als wäre jemand in meiner Wohnung gewesen ... aber da war niemand!", gab auch sie zu und musste an ihre Aktion mit dem Regenschirm und dem Bad denken. "Dann hat auch noch mein Duschkopf gesponnen und einfach zu tropfen angefangen, als das Essen im Ofen war!", schnaubte sie. Aber anscheinend war alles wieder in Ordnung.
Er sah sie fragend an. "Echt? War bei mir ähnlich ich dachte auch die ganze Zeit, das da eine Aura war. Aber niemand war da. Und als ich dann duschen war, bin ich plötzlich total zusammengezuckt, ohne Grund. Komisch...", berichtete auch er von seinem Erlebnis, bevor er abermals das Essen zu seinem Mund führte.
Kagome kaute an ihrem Bissen herum, schluckte hinunter und leckte sich über ihre Lippen. "Seltsam ...", sie wusste nicht, was sie davon halten sollte, also sagte sie nichts mehr dazu, oder wagte sie nur nicht ihren Gedanken auszusprechen?
Er schaute sie kurz an, genau in dem Moment, wo sie sich über die Lippen leckte. Verdammt, sie wusste doch wie er darauf reagierte. Somit wand er schnell den Kopf ab, sein Teller war ohnehin bereits leer. Er nickte allerdings, damit sie merkte, dass auch er es komisch fand.
Irgendwie war ihr der Appetit vergangen, warum wusste sie auch nicht, also schob sie ihren Stuhl zurück, nahm die Teller und brachte sie zur Abwasch. Dann nahm sie den Wasserkocher, zwei große Tassen und eine kleine Schachtel mit lauter Teebeuteln, die sie dem Hanyou vor die Nase stellte. "Welchen magst du?"
Kurz schaute er in die kleine Schachtel. "Schwarzen bitte...", meinte er daraufhin. Er lehnte sich in den Stuhl zurück und trommelte etwas auf seinem Bauch herum. Auch eine Gewohnheit von ihm, wenn er nicht wusste was er machen sollte. Die Augen hatte er geschlossen.
Sie wollte eben die Schachtel wieder nehmen, da fiel ihr Blick auf ihn, seine Hände und seinen Bauch. Ihre Augen weiteten sich und sie musste sich wieder auf ihre Unterlippe beißen. Er sah einfach unglaublich sexy aus. Konnte er nicht irgendetwas tun, was sie nicht anmachte?
Er verschränkte seine Hände hinter dem Kopf, hielt die Augen aber geschlossen und fing an irgendein Lied zu summen. Kurz leckte er sich über die trockenen Lippen.
Himmel noch einmal ... wusste er, was er da tat? Machte er das mit Absicht? Sie wusste nicht, was sie tun sollte, wollte sich ihm am liebsten an den Hals schmeißen und einfach nur seinen Oberkörper berühren, seine Lippen auf ihren spüren ... WAS in aller Welt dachte sie da gerade eben?
Er öffnete langsam seine Augen und schaute sich in der Küche um, bevor sein Blick auf ihr hängen blieb. Irgendwie sah sie ihn so verträumt und irgendwie auch... Nein das konnte nicht sein, Quatsch.... Dennoch musterte er sie kurz. Sie sah wirklich gut aus.
Wieder feuchtete sie ihre Lippen an, ihr war nicht einmal aufgefallen, dass er seine Augen geöffnet hatte, zu sehr war sie von seinem Körper und seinen weichen, warmen Lippen abgelenkt ... sie erinnerte sich eben daran, wie sie sich in der Umkleide geküsst und berührt hatten. Das war berauschend gewesen.
Ein kleines Grinsen legte sich unbewusst auf seine Lippen. Bilder vom Kaufhaus huschten durch seinen Kopf. Von ihrem heißen, verschwitzten Körper, welcher verführerisch im Licht der Neonlampen geglänzt hatte.
Er kratzte sich mit seinen Krallen am Bauch, was kleine rote Schlieren mit sich zog.
Wieder beobachtete sie ihn bei seinem Tun und kurz schlich sich der Gedanke in ihren Kopf, dass auch sie ihn so kratzen könnte, wenn sie sich näher kommen würden ... wäre nicht das erste Mal, dass sie ihm ein kleines Andenken verpasste.
Fast automatisch legte sie sich eine Hand an ihre Schulter, wo unter dem Oberteil seine Bissspuren waren. Ja, auch sie hatte ein Andenken an ihn.
Er folgte ihrer Hand, welche sich auf ihre Schulter legte. Seine Bissspur. Unbewusst leckte er sich  wieder über seine Fänge, manchmal konnten diese Teile echt nerven.
Dennoch blieb sein Blick auf ihr haften. Kurz biss er sich auf die Unterlippe, verdammt sein Hirn brannte bei der Frau total durch!
Wenn sie sich so weiter anstarrten, dann würde es nichts mehr mit dem Tee werden, aber danach war ihr auch nicht mehr. Sie wollte sich lieber nur auf ihn konzentrieren. Vor allem jetzt, wo auch er sich auf die Lippe biss.
Fast wie hypnotisiert machte sie einen kleinen Schritt auf ihn zu, versuchte immer noch seinem Bann zu entkommen.
Sein Blick ruckte zum Boden. Hatte sie einen Schritt gemacht? Sicherlich nicht. Das hatte er sich eingebildet. Wieder kratzte er sich kurz am Bauch und fixierte sie dann erneut. Musterte sie immer wieder. Ihre schwarzen Haare, ihre sexy Figur.
Immer noch saß er so zurück gelehnt auf dem Stuhl.
Kurz räusperte sie sich, ihr Hals war trocken wie die Sahara. Konnte er nicht aufhören sich zu bewegen? Einfach nur still da sitzen? Wieder machte sie einen kleinen Schritt auf ihn zu, registrierte das gar nicht.
Doch! Sie hatte einen Schritt gemacht! Ganz sicher. Er leckte sich kurz über die Lippen. Er wusste nicht was er machen sollte. Irgendwie wusste er gerade gar nichts. Ein leichtes Lächeln legte sich unbewusst auf sein Gesicht. Er wollte etwas sagen, aber nichts entkam seinem Mund.
Ihre Finger klammerten sich um die Teeschachtel, als wäre es ihre Rettung, aber sie zerdrückte eher den dünnen Karton. Ihr Blick fiel wieder auf seine Lippen, diese zogen sie an wie ein Magnet.
Ein Ruck ging durch seinen Körper als er aufstand. Er konnte nicht mehr sitzen, verdammt was war los? Er hatte das Gefühl als würden seine Muskeln vibrieren. Was machte diese Frau denn, das er so reagierte?
Seine Augen fixierten die ihrigen. Er suchte den Blickkontakt. Irgendwie wollte er gerade nichts sehnlicher als in ihren tiefen Augen zu versinken.
Sie musste ihren Kopf anheben, wenn sie ihn weiter ansehen wollte. Ihre Augen trafen seine. Warum hatte er so eine Wirkung auf sie? Warum konnte er sie so um den Finger wickeln, ohne dass er großartig etwas machte?
Sie machte noch einen Schritt nach vorne, stand fast direkt vor ihm, den Kopf leicht in den Nacken gelegt.
Er schaute nach unten, blickte in ihr Gesicht. Automatisch wanderte eine Hand von ihm zu ihrem Kinn, umfasste dieses sanft. "Wie machst du das?!", hauchte er ihr entgegen, versunken in ihren Augen.
Kurz schloss sie ihre Augen, als sie seine Finger spürte. "Wie mache ich was?", flüsterte sie zurück, öffnete ihre Lider wieder, um ihn anzusehen.
"Wie kannst du mich so manipulieren?", er bückte sich noch etwas, war nur noch wenige Zentimeter von ihren Lippen entfernt. Er konnte ihren Atem auf seinen spüren. Er schloss wieder die Augen. Die andere Hand legte sich automatisch um ihre Hüfte, zog sie etwas zu sich.
Bereitwillig ließ sie sich näher an ihn ziehen. "Ich ... mache doch gar nichts ... du manipulierst mich.", gab sie leise zurück, ging leicht auf die Zehenspitzen, um ihm entgegen zu kommen.
Er öffnete seine Augen wieder einen Spalt breit.
Er wollte nicht mehr warten. Sanft legte er seine Lippen auf ihre. Schaute sie verträumt an. Seine Augenfarbe wurde einige Nuancen dunkler, weicher. Was war los mit ihm?
Sofort entspannte sich ihr ganzer Körper, als sie seine Lippen auf ihren spürte. Ein unglaubliches Gefühl schoss durch ihren Körper und dieses dämliche Kribbeln in ihrem Magen fing wieder an sich zu melden.
Langsam schlang sie ihre Arme um seinen Hals, zog ihn noch ein wenig näher an sich heran und genoss diesen kleinen Moment der Zweisamkeit.
Langsam schlossen sich seine Augen und er konzentrierte sich auf ihre angenehmen Lippen. Er erhöhte den Druck nicht, blieb so sanft, so... gefühlvoll? Nein, Quatsch! Leicht streichelte er mit seinen Daumen ihre Hüfte, hielt die Hand aber dennoch still.
Er war so zärtlich, dass all ihre Sinne auf Durchzug schalteten. Sie genoss diesen Kuss richtig, er war ganz anders, als all die Anderen davor. Hatte das etwas zu bedeuten? Bestimmt nicht ... lag nur an der Situation, was sollte es sonst sein?
Vorsichtig strich er mit seiner Zunge über ihre Lippen, bat um Einlass. Er verwirrte sich selbst, warum machte er das? Aber es war ihm irgendwie auch egal, es fühlte sich so richtig an.
Seine Augen öffneten sich wieder einen kleinen Spalt, das warme flüssige Gold darin wirkte noch dunkler als zuvor.
Das Kribbeln in ihrem Magen wurde stärker, konnte man beinahe nicht mehr ignorieren.
Sie ließ ihn nicht lange bitten, öffnete ihre Lippen und begann mit ihren Fingern seinen Nacken zu kraulen, öffnete ebenfalls kurz ihre Augen und sah direkt in seine.
Er fing an leise und zufrieden zu grummeln, er genoss es, wenn man ihn kraulte, er war nun mal ein Hund.
Dennoch fing er an mit ihrer Zunge zu spielen, stupste sie an und forderte sie auf mitzumachen. Seine Augen ruhten auf ihren, er wollte tief in diesen wunderschönen Augen versinken.
Auch dieser Aufforderung kam sie gerne nach, spielte langsam und liebevoll mit seiner Zunge, erwiderte dabei seinen intensiven Blick. Doch noch während des Kusses fing sie an nachzudenken. Wieso machte sie das? Was hatte das für einen Sinn? Verlieben wollte, konnte und durfte sie sich nicht in ihn und es war in eben diesem Augenblick nicht gerade einfach es nicht zu tun. Aber er war ein Mann der niemals für so eine Liebe, die sie sich wünschte, zu haben war. Eigentlich müsste sie diesen Kuss unterbrechen, konnte es aber nicht, dazu war es viel zu schön.
Er wusste immer noch nicht warum er dies tat, aber es fühlte sich so angenehm und gut an.
Er zog seine Zunge zurück und löste den Kuss um Luft zu holen. Dennoch blieb er ihr so nahe. Er verstand sich im Moment selbsz nicht. Wollte er sich denn verstehen? Er war verwirrt.
Er schritt nicht von ihr zurück, blieb ihr so nahe. Vermutlich würde sie jetzt ausrasten, oder aber einfach stumm abhauen.
So etwas wie Verwirrung war in ihrem Blick zu sehen. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, beziehungsweise wollte. Fast schon schüchtern senkte sie ihren Kopf, lenkte ihren Blick auf seine Brust, ohne wirklich auf seinen Körper zu achten. Ihre Gedanken führten eben einen Weltkrieg, ordneten gerade das Für und Wider.
Sie wich aber selbst auch keinen Schritt zurück und hob nach kurzer Zeit ihren Kopf wieder, sah ihm noch einmal in die Augen. "Was ... was ...?" Mehr kam nicht aus ihrem Mund, sie wusste nicht wirklich, was und wie sie fragen sollte. Oder sie hatte Angst vor seiner Antwort.
Er schaute sie nicht minder verwirrt an. "Ich...keine Ahnung...", murmelte er, sah ihr wieder in die Augen. Von Sekunde zu Sekunde war er verwirrter. Vielleicht sollten sie sich erst einmal hinsetzen? "Couch?", fragte er sie, allerdings wartete er nicht, sondern trottete total in Gedanken Richtung Wohnzimmer.
Nun war sie vollends verwirrt, ging ihm aber hinterher, setzte sich an die äußerste Ecke ihres Sofas und sah ihn abwartend an. Wollte er reden? Über das, was eben passiert war? Wusste sie denn Antworten auf etwaige Fragen? Sie machte sich schon wieder zu viele Gedanken.
Er setzte sich ebenfalls auf die Couch, lehnte sich mit dem Oberkörper aber am Kopfteil an.
Warum war er hier? Was wollte er im Wohnzimmer? War hier irgendwo eine Goldgrube die Frage und Antwort kannte? Er schüttelte den Kopf, was zur Folge hatte, dass ihm einige seiner langen Strähnen ins Gesicht fielen. Die ganze Zeit aber waren diese Gedanken, von dem Kuss eben, in seinem Kopf. Was sollte das?
Warum sagte er nichts? Wollte er sie noch weiter auf die Folter spannen? Oder wollte er, dass sie anfing? Vielleicht war es auch besser so, denn er machte nicht den Eindruck, als würde er schnell eine Frage stellen. "Wieso machst du das mit mir?", flüsterte sie so leise, wie möglich in der Hoffnung, dass er es mit seinem feinen Gehör nicht vernommen hatte.
Seine Ohren drehten sich in ihre Richtung und zuckten einige Male. Warum machte er was? Sie machte doch was mit ihm! "Ich mache doch gar nichts! Ich sitze hier nur!", hauchte er zurück und kratzte sich wieder am Bauch. "Aber... was machst du mit mir?!", stellte er die Gegenfrage. Und wieder fing er an sie zu mustern, ihre langen, schönen, schwarzen Haare, ihre niedliches Gesicht, ihre braunen Augen und diese sinnlichen Lippen.
"Jetzt bin ich schuld, oder was?", fragte sie ein klein wenig aufgebracht, aber sie holte schnell tief Luft. "Lass diese Bewegungen sein ... das ... das ist nicht gut!", nuschelte sie wieder, als sie sah, wie er sich seinen Bauch erneut kratzte. Er sollte wirklich unbedingt damit aufhören. Konnte sie nicht einen anderen Fetisch haben? Mussten es ausgerechnet Muskeln sein?
"Das sage ich doch gar nicht! Aber... ach...", er knurrte nur leise, weil er selber nicht wusste warum er so war. "Womit soll ich aufhören? Mich zu kratzen?!", fragte er sie sichtlich verwirrt, was sollte er sonst machen?
"Ja! Zum Beispiel! Und mich so anzusehen, wie du es schon die ganze Zeit machst ... das ... das ... ist nicht gut. Gar nicht gut!" Sie konnte ihn einfach nicht mehr ansehen, bewunderte ihren Boden und entdeckte einen kleinen Kaffeefleck. Wo kam der nur her? Aber das war gerade nicht wichtig. Sie musste sich mit Inu Yasha aussprechen, zumindest über die vorangegangene Situation in der Küche.
Er grummelte leise, das Gleiche konnte er zurückgeben, so gut wie jede Bewegung die sie machte war sexy. "Dann hör du auch auf mich die ganze Zeit anzustarren! Und so sexy zu sein!". Arghs, das war zum Haare raufen, er verplapperte sich die ganze Zeit. Automatisch fing er wieder an auf seinem Bauch herum zu trommeln, diesmal vor Nervosität.
Ihre Augen weiteten sich ein wenig und sie sah ihn mit ihren großen Glubschaugen ungläubig an. "Ich sexy? Wann? Wo? Wie? Und da! Du machst es schon wieder!", meinte sie und deutete mit ihren Finger auf seinen Bauch und seine Hand.
"Was? Was mache ich schon wieder?!", meinte er und hob seine Hände in die Luft. "Die ganze Zeit verdammt! Jede verdammte Bewegung!" Er verlagerte sein Gewicht drehte sich auf die Seite, stützte seinen Kopf mit der Hand ab und sah sie wieder an.
"Aber ich muss mich doch auch irgendwie bewegen, oder nicht? Ach ... das Ganze hat doch keinen Sinn! Wir werden uns ja doch nicht einig! Allein schon, wie du jetzt da liegst ... das ... ich meine ... Hach!", schnaubte sie leise und stand auf. Sie ging ein paar Schritte auf und ab, brauchte Frischluft, also ging sie zum Fenster und öffnete es ganz.
Er verfolgte sie mit seinen Blicken, seine Augen leuchteten leicht in dem schwach beleuchteten Raum. "Ich liege doch nur!", machte sie das denn so an? Nur weil er einen flachen Bauch hatte?
"Wärs dir lieber wenn ich ein Fass hätte?", fragte er sie, mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.
Sie legte ihren Kopf schief, während sie aus dem Fenster ins Dunkle starrte. "Fass? Wieso Fass?" Langsam drehte sie sich wieder um und sah ihn fragend an. Was wollte er damit sagen?
Seine leuchtenden Augen fixierten sie, bevor er einige Male auf seinen Bauch klapste. "Warum ein Sixpack, wenn man auch ein ganzes Fass haben kann?", lachte er leise und mit dunkler Stimme.
Noch immer wusste sie nicht, was er meinte. "Kannst du nicht deutlicher werden?", brummelte sie leicht und entfernte sich vom Fenster, nachdem sie es geschlossen hatte. Ganz langsam ging sie auf die Couch zu, hielt aber immer noch ein wenig Abstand und beobachtete den Hanyou.
Seufzend stand er auf. Wenn sie es deutlicher haben wollte. "Gut dann halt so..." murmelte er und ging auf sie zu. Er schnappte sich eine ihrer Hände und legte sie auf seinen Bauch, führte diese über seine Muskeln. "Sixpack...", erklärte er leicht lächelnd, bevor er mit ihrer Hand einen größeren imaginären Bauch formte. "Fass...", klärte er sie auf."Also, Fass, oder Sixpack?!", wollte er dann noch einmal wissen.
Kagome erstarrte zur Salzsäule, als sie seinen Bauch unter ihren Finger spürte. Mehrmals schluckte sie, fand keine Worte, um seine Frage zu beantworten, fand nicht einmal die Kraft ihm ihre Hand zu entziehen, starrte wie gebannt auf seinen Bauch und leckte sich, mal wieder, über ihre trockenen Lippen.
Er wartete etwas und atmete ihren Geruch ein, welcher erneut leicht seine Sinne benebelte. "Mh...?", machte er noch einmal, bevor er ihr unbewusst wieder näher kam.
Inu Yasha ließ ihre Hand los, welche aber immer noch bewegungslos auf seinem Bauch ruhte. Wenn sie diesen nicht berühren wollte, sollte sie halt seine Arme oder so nehmen, was wusste er denn schon.
Was sollte sie nun machen? Sie war überfragt, eindeutig. "Ich ... ich ... du ... also ... ich ...!", stotterte sie dahin, die Worte blieben ihr im Hals stecken. Ihre Hand lag immer noch auf seinem Bauch, als wäre dieser ein Magnet dem sie nicht entkommen konnte.
Unwillkürlich schloss sie ihre Augen, versuchte tief durchzuatmen, was nichts brachte. Im Gegenteil, ihr Atem wurde schneller, ihr Herz schlug auf Hochtouren, das Blut schoss ihr mit zu hoher Geschwindigkeit durch den Körper und sie lief rot im Gesicht an.
Er lächelte leicht als ihr die Röte ins Gesicht stieg. Einem inneren Drang nach legte er seine eine Hand auf die Schulter mit der Bisswunde, er würde sie sich ja gerne einmal anschauen, aber wahrscheinlich würde sie ihm den Kopf abreißen.
Seine andere Hand wanderte zu seinem Bauch und umschloss sachte ihre Hand, um diese von dort wegzuziehen. Nicht, weil es nicht angenehm wahr, eher weil er sie etwas an sich ziehen wollte. Dennoch verharrte er so.
Schüchtern sah sie ihm wieder in die Augen, ließ ihn einfach machen, genoss seine Berührungen. Aber warum umfasste er ihre Hand? Wollte er nicht, dass sie ihn anfasste? Wollte er es nur, wenn es darum ging mit ihr Sex zu haben? Wieder wurde sie unsicher, denn mit solch einer Art Mann hatte sie absolut keine Erfahrung.
Er lächelte leicht. Sah sie aber bittend an, so als würde er um Erlaubnis bitten, sie zu umarmen. "Darf ich...", er brach ab und wurde leicht rot. Warum war er denn so unsicher?
Beinahe hätte sie ihn freudig angestrahlt, konnte es aber noch rechtzeitig unterbinden, lächelte nur ein klein wenig und nickte zaghaft. Egal was er mit seiner angefangenen Frage meinte, er würde sie nicht einfach weg stoßen, da war sie sich nun sicher.
Er lächelte etwas breiter und zog sie schnell in seine Arme, legte seinen Kopf in ihre Halsbeuge. Sog ihren zarten Geruch ein, welcher ihn zufrieden aufgrummeln ließ.
Er verstärkte den Druck etwas, wollte sie ganz nah bei sich haben. "Du riechst gut...", rutschte es ihm heraus, was ihn schlagartig rot werden ließ. Zum Glück  konnte sie es nicht sehen.
"Danke ... du auch!", gab sie ebenfalls leise zu und genoss seine Umarmung. Er war so wunderbar warm und sie fühlte sich so geborgen und beschützt, wenn er seine Arme um sie legte. Vorsichtig legte sie ihren Kopf gegen seine Brust und schloss ihre Augen. Zufrieden seufzte sie auf.
Sein zufriedenes Grummeln wurde stetig, ununterbrochen war aus seiner Kehle etwas zu hören, was man gut mit dem Schnurren einer Katze vergleichen konnte. Er  löste die Umarmung aber wieder. Lächelte sie dennoch an. Seine goldenen Irden lagen auf ihr.
Ohne ein Wort wandte er sich wieder ab und legte sich auf die Couch, so wie eben auf die Seite, den Kopf abgestützt und sah sie einfach nur an. Er schaute sie gerne an, warum nun nicht auch?
Sie fand es unglaublich schade, dass er sich von ihr gelöst hatte und sah ihm nach, ließ ihn keine Sekunde aus den Augen. Er hatte sich wieder auf das Sofa gelegt ... vielleicht sollte sie? Sie wusste nicht, konnte sie sich das trauen? Im Moment war eh alles egal und zur Not könnte sie sich auch die ganze Nacht im Bad einsperren, wenn er es nicht wollte.
Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, bis sie direkt vor dem 'Bett' stand. Sie erwiderte seinen Blick, mit einem fragenden Unterton.
Er nickte, klopfte auf die Stelle neben sich. Sie sollte ruhig kommen, er würde nichts machen. "Komm... ich kann auch brav sein!", lachte er leise.
Auch sie musste ein wenig grinsen. "Mal sehen, ob ich deinen Worten auch vertrauen kann, soweit ich weiß hast du das schon mehrmals gesagt. Zumindest so etwas in der Art!" Trotzdem legte sie sich neben ihn, schlüpfte auch gleich unter die Decke und sah ihn an.
Er lachte wieder leise, und blickte sie an. Einfach nur ansehen, das ist es, was er im Moment wollte. Er musterte ihre Konturen, welche sich unter der Decke abzeichneten, blickte in ihr Gesicht, welches ihn irgendwie interessiert musterte und dann auf ihre Lippen, veränderte seine Position aber nicht, sah sie nur weiterhin so an.
Wieder wurde sie rot unter seinen Blicken. "Warum ... siehst du mich so an?", wollte sie daher wissen, musterte ihn aber ebenfalls wieder. Wie konnte ein Mann nur so ein schönes Gesicht haben? Lag das an dem dämonischen Blut, welches er in sich hatte? Wobei ... dieses Dämonenblut alles in allem sehr reizend war, wie sie schon festgestellt hatte. Allein schon, wenn er sich wie ein Tier benahm, egal in welcher Hinsicht.
"Dich muss man einfach so ansehen....", grinste er leicht. Er knackte kurz mit seinem Nacken und schaute sie dann abermals an. Sie sah wirklich gut aus. Alles an ihr, ihre Beine, ihre Taille, ihr Bauch, ihre Brust, ihr Hals, ihr Gesicht, alles war gut an ihr. "Darf ich...", er brach abermals ab, nein das wollte sie nicht.
"Darfst du was?" Sie war neugierig, warum fing er immer Fragen an und stellte sie nie zu Ende? "Frag ruhig ... mehr als nein werde ich nicht sagen!", lächelte sie ihm aufmunternd zu, im Moment gab es wohl eh so ziemlich nichts, was sie ihm abschlagen würde.
"Darf ich.. ähm.. deine Konturen nach fahren?", stellte er doch die Frage, was ihm einen Rotschimmer auf die Wangen trieb. Er wusste nicht warum er es wollte, aber es faszinierte ihn.
Sie kicherte und nickte. Wieso er auf einmal um Erlaubnis bat? Sonst machte er auch immer, was er wollte. aber sie fand es unglaublich süß, allein schon die Tatsache, dass auch er immer wieder rot wurde gefiel ihr.
Er lächelte auch, schob die Decke etwas zur Seite und begann vorsichtig mit seiner Hand die Konturen ihres Körper nach zu fahren, wobei er seinen Blick auf seiner Hand behielt, er fand es irgendwie total interessant. Immer wieder wanderte seine Hand die Linien entlang und an einigen Stellen verweilte er kurz, schaute sie sich genauer an und strich dann doch weiter. Er war wie hypnotisiert.
Sie hatte ihre Augen geschlossen, seine sanften Berührung lösten eine Gänsehaut an ihrem Körper aus und ein Schauer jagte ihr den Rücken hinunter. Jedes mal, wenn er kurz an einer Stelle verweilte, hielt sie die Luft kurz an, atmete erst dann weiter, wenn er sich wieder bewegte.
Nach einigen Minuten hörte er wieder auf, er wollte sie nicht nerven. Dennoch fuhren seine Augen weiterhin die Linien entlang. Sein Blick blieb an ihrer Schulter hängen, immer noch interessierte es ihn, wie die Wunde wohl aussah, er wusste selber, dass er alles andere als sanft gewesen war.
Ein leiser, enttäuschter Seufzer entwich ihr, als er seine Erkundungen beendete. Sie öffnete ihre Augen wieder und bemerkte, dass sein Blick an ihrer Schulter fest hing. Was war da so interessant?
"Wie sieht eigentlich die Wunde aus?!", fragte er doch nach einigem zögern. Er war schuld, dann sollte er auch dafür die Konsequenzen tragen.
Erneut musste sie lächeln, dass er sich deswegen den Kopf zerbrach? "Ach ich denke es geht. Ich hab sie mir noch nicht ganz genau angesehen.", murmelte sie und setzte sich auf, legte ihre Hand wieder an die Stelle, rieb leicht darüber, spürte die kleinen Wölbungen, wo seine Fangzähne sich in ihr Fleisch gebohrt hatten. "Willst du sie dir ansehen?"
Er nickte direkt, ohne wirklich nachzudenken. Natürlich wollte er sehen was er da verzapft hatte.
Ohne Schamgefühl zog sie sich, auf der Seite, wo der Biss war, das Oberteil nach oben. Warum sollte sie sich vor ihm schämen, wenn er sie schon zweimal nackt gesehen hatte? Somit war es egal. Dass sie halb nackt vor ihm saß, störte sie herzlich wenig, solange er seine Finger bei sich behielt.
Er störte sich, genau wie sie, reichlich wenig daran, dass sie halb nackt war, er war es schließlich auch. Sein Blick galt aber direkt ihrer Wunde. Er verlagerte sein Gewicht ein wenig, setzte sich im Schneidersitz vor sie und begutachtete den Schorf auf der Wunde. Das sah nicht so nett aus. Er versuchte einen inneren Instinkt zu unterdrücken, welcher ihn über die Wunde lecken lassen wollte, und fixierte diese lieber nur.
"Und was sagt der Onkel Doktor?", kicherte sie ein wenig und wartete darauf, ob er etwas sagen würde, oder nicht.
Er kam ihrer Schulter etwas näher. "Sieht böse aus...", murmelte er leise. Er rutschte noch ein wenig näher zu ihr und kam auch ihrer Schulter etwas näher. Sachte fuhr er mit einem Finger darüber, achtete aber darauf, dass er ihr nicht weh tat.
"Wirklich so schlimm? Gibt es ein Heilmittel dagegen?", lächelte sie ihn weiter an, beobachtete aber ganz genau, wie nahe er ihr und ihrer Schulter kam.
Seine Augen huschten kurz zu ihren, fixierten diese kurzzeitig, nur damit er genauso schnell wieder zu der Schulter schauen konnte. "Ich könnte sie auch desinfizieren, sag ich mal...", murmelte er leise. Seine Ohren zuckten kurz, der Grund war wahrscheinlich der unterdrückte Drang.
"Okay ... nur zu!", murmelte sie und ihr Blick ging zu seinem Kopfende. Zum ersten Mal sah sie seine Ohren so richtig von Nahem, wo sie diese auch bemerkte. Und wie sie zuckten, ach war das süß! Sie quiekte kurz freudig auf, als sie sein Gehör beobachtete. "Darf ich mal?", fragte sie nach.
Er nickte nur auf ihre Frage und senkte dann seinen Kopf etwas ab und leckte mehrmals über die Wunde. Sein Tier beruhigte sich, es hatte mal wieder das bekommen, was es wollte.
Danach lehnte er sich wieder nach hinten, schaute ihr dann in die Augen. "Sei aber vorsichtig!", warnte er sie. Eigentlich mochte er es gar nicht, wenn man seine Ohren berührte.
Sie nickte und streckte begeistert ihre Finger nach seinen Ohren aus. Ganz vorsichtig und liebevoll streichelte sie ihm darüber. "Oh, die sind aber flauschig!", stellte sie noch begeisterter fest und wollte am liebsten ihre Finger gar nicht mehr weg nehmen, aber sie tat es. "Und .. wieso hast du mir nun über meine Schulter geleckt?", das hatte sie nicht vergessen, aber zuerst wollte sie seine Ohren genießen.
Er konnte sich doch ein zufriedenes Brummen nicht verkneifen, irgendwie war es bei ihr angenehm. Ebenfalls schloss er kurz die Augen. Auf ihre Frage hin schaute er sie aber erneut an. "Nunja... wie du weißt bin ich ein Inu-Hanyou und Hundespeichel hat heilende Wirkung...", erklärte er ihr. Hörte sich irgendwie eklig an, wie er fand, aber es stimmte.
Sie hob eine Augenbraue, sah ihn emotionslos an und ließ sich das eben Gesagte durch den Kopf gehen. Einige Sekunden herrschte Stille, bis ihr eine Frage kam. "Du bist also ein halber Hund, leckst Wunden ab, damit sie besser, oder zumindest schöner heilen und hast Hundeohren .... kannst du auch bellen?" Ihre Augen wurden wieder groß und sie sah ihn erwartungsvoll an.
Kurz sah er sie irritiert an. Diese Frage hatte ihm noch niemand gestellt. Natürlich konnte er bellen, zumindest wenn er wütend war, dann aber richtig gut. "Wenn ich wütend bin kann ich es meisterhaft...", nuschelte er. Dann schloss er die Augen und konzentrierte sich kurz. Sein Grinsen wurde etwas breiter, er bellte kurz lautstark und schnappte einmal spielerisch nach ihr.
Sie quiekte wieder auf und wich zurück, hatte aber den Abgrund vergessen und rutschte ab.
Er begann laut zu lachen. Es sah zu komisch aus, wie sie verdattert auf dem Boden hockte und sich umschaute. Lachend ließ er sich auf die Couch fallen und hielt sich den Bauch. "Das... sah echt zu komisch aus...", lachte er auch noch.
Sie rappelte sich auf, sah ihn leicht böse an. "Lachst du mich aus?"
Er bekam sich langsam wieder ein. "Ich? Neeeein!", lachte er leise weiter. Er lag auf der Couch und sein Brustkorb hob und senkte sich stark, er musste etwas Luft schnappen.
"Das wirst du mir büßen!" Und schon warf sie sich auf ihn drauf, war er eigentlich kitzlig? Sie probierte es einfach aus und fing an ihn an den Seiten zu kitzeln, wie sie hoffte.
Und wieder musste er laut lachen, zappelte etwas unbeholfen unter ihr herum. "Nicht, hör auf... ich bin kitzelig!", lachte er laut und zappelte stärker. Sein Lachen wurde immer lauter und er bekam sich gar nicht mehr ein.
Sie dachte gar nicht daran aufzuhören, jetzt wo sie wusste was sein Schwachpunkt war. "Bestimmt nicht!", lachte sie mit ihm mit und bearbeitete ihn munter weiter.
Er lachte immer lauter und immer mehr, schnappte immer wieder fast schon panisch nach Luft. "Ich bekomm keine Luft mehr!", japste er hilflos lachend. "Hör aaaauuuufff!"
Sie hörte, wie er versuchte Luft zu bekommen und hörte für einen kurzen Moment auf, blieb aber auf ihm liegen und beobachtete ihn, damit sie wusste, wann er wieder zu Atem kam. "Entschuldigst du dich?", grinste sie.
Er atmete schwer und schnappte nach Luft. Schwer atmend schaute er sie an. "Niemals!", schnaufte er dann kichernd.
"Dann werde ich wohl weiter machen müssen, oder was meinst du?", sagte sie und wollte sich wieder in Startposition begeben.
"Das wagst du nicht!", meinte er und schnappte sich schnell ihre Hände, hielt sie eisern fest. Erst wollte er zu Luft kommen. Seine Brust hob und senkte sich stark, und er spürte immer noch, wie sich seine Muskeln leicht zusammen zogen.
Sie wurde mitsamt seinem Brustkorb leicht angehoben, wenn er einatmete, das fand sie ein wenig witzig, aber dass er ihre Hände fest hielt weniger. Nagut, dann würde sie artig warten, bis er sie los ließ und legte ihren Kopf auf seine Brust, immerhin konnte sie sich nun gar nicht mehr abstützen, was blieb ihr anderes über? "Wie du meinst ... aber ich bekomme meine Rache noch!", murmelte sie gegen seine Haut und schloss ihre Augen, genoss diese unbefangene Nähe zu dem Hanyou.
Er blickte auf ihre Haare, ließ langsam ihre Hände los, in der Hoffnung sie würde nichts machen, zumindest nichts, was ihm nicht gefiel. Seine Arme legte er neben sich und immer noch schnappte er ein wenig nach Luft.
Eigentlich hätte sie ihn weiter gekitzelt, aber es gefiel ihr so doch viel besser, als zuvor. Sie legte ihre Hände, neben sich und ihn, auf die Couch, machte einfach weiter nichts, außer nur so dazuliegen. Erst nach einigen Minuten legte sie ihre Hände auf seine Brust und stütze sich ein wenig ab, damit sie ihn ansehen konnte. "Bin ich dir nicht zu schwer?"
Er lächelte sie belustigt an. "Hör mal, ich bin ein Hanyou, für mich bist du wie eine Feder...", erklärte er ihr. "Was meinst du, warum ich so muskulös bin, kommt durch das Dämonenblut...", er kitzelte sie leicht an der Seite, einfach so, aus Langeweile.
Sie zuckte zusammen und packte sofort seine Hand. "Lass das!" Auch sie war kitzlig. Doch plötzlich musste sie gähnen ... es war schon reichlich spät und sie musste am nächsten Tag früh raus, weil sie noch einiges für den Urlaub in Miami herrichten musste.
Sie sollten schlafen gehen, damit auch er sich endlich ausruhen konnte, was sein Magen nötiger hätte, als diese Kitzelattacken und gegenseitigen Neckereien. Er lächelte sie wieder sachte an. "Du bist müde...", stellte er fest. Er wartete aber nicht auf eine Antwort, schnappte sich einfach die Decke und deckte sich und Kagome zu. "Schlaf...", meinte er noch leiser hinterher. Er wusste zu gut, dass es ihm morgen nicht gut gehen würde, er hoffte, dass sie sich etwas zurückhielt geräuschemäßig.
Schlagartig wurde sie wieder rot. Sie sollte schlafen? Hier? Bei ihm? Auf ihm? Sie umkrallte die Decke mit ihren Finger und zog diese näher an sich heran. Nein ... so konnte sie nicht schlafen, somit rollte sie sich von ihm hinunter, damit sie neben ihm lag und kuschelte sich dann wieder an ihn. "Ich darf doch ... ein wenig, oder?", fragte sie leise nach.
Er kicherte leise und nickte. Auch er schmiegte sich etwas an sie und legte seinen Kopf nahe dem ihrigen hin, ihr Geruch beruhigte ihn einfach. "Nun schlaf...", hauchte er noch. Wieder einem Impuls folgend, legte er einen Arm um sie und zog sie etwas an sich.
Zufrieden lächelte sie, nachdem sie endlich eine Position gefunden hatte, in der sie gut lag und auch noch mit ihm kuscheln konnte. Das wollte sie immer schon einmal ... mit einem netten, tollen Jungen einfach daliegen und in seinen Armen einschlafen. Dass es einmal ein Playboy sein sollte, damit hatte sie nicht gerechnet, aber sie nahm es hin, wie es war. "Gute Nacht, Inu Yasha!"
Gute Nacht, Kagome...", murmelte auch er, bevor er seine Lider schloss und sich auf ihren Herzschlag konzentrierte. Es beruhigte ihn, das hatte auch seine Mutter immer gemacht, er durfte immer ihren Herzschlag hören, das hatte ihn schon immer beruhigt.


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