BH-Beratung

Erleichtert schloss Kagome die Türe hinter sich, endlich war sie zu Hause angekommen. Schnell entledigte sie sich ihrer Kleidung, sie wollte nicht länger diese Sachen an ihrem Körper haben. Tränen liefen ihr langsam die Wangen hinunter. Sie konnte immer noch nicht glauben, was sie getan hatte und mit wem. Warum nur?
Eigentlich konnte sie sich die Frage auch selbst beantworten, wer sagte schon „Nein!“, wenn so ein Kerl anfängt sich auszuziehen, sie heiß zu machen, sie zu berühren? Niemand. Aber sie hätte es tun sollen, sie hatte lange genug Zeit dazu gehabt. Aber sie war neugierig gewesen, wollte wissen, worauf das Ganze hinaus lief. Nun wünschte sie sich, dass sie niemals das Geld von ihrer heißen Schokolade zurückzahlen wollte.
Wegen dieser paar Yen hatte sie ihre Unschuld verloren, etwas, was man nie wieder zurück bekommen konnte.
Nackt lief sie durch ihre kleine Wohnung, ins Badezimmer. Es war, ihrer Meinung nach, ein süßes Bad. Klein, gemütlich, mit einer Badewanne, die sie auch als Dusche nutzte. Ein kleines Fenster aus Milchglas zierte die eine Wand, an der Wand rechts davon war ein kleines Waschbecken mit einem Spiegelschrank darüber. An der Türe hatte sie noch einen großen Spiegel, in dem sie sich ganz betrachten konnte, was sie auch tat.
Ihre Blicke wanderten über ihren Körper, erfassten jeden noch so kleinen Kratzer, jede noch so kleine Bisswunde. Überall an ihren Schultern waren seine Abdrücke zu sehen, an der einen Schulter ganz besonders stark. Hoffentlich verheilte das schnell, sonst müsste sie Sango und Ayame erklären, wie das zustande kam. Und sie hatte nicht vor den Beiden zu erzählen, dass sie ihr Geburtstagsgeschenk doch noch angenommen hatte.
Seufzend drehte sie den Wasserhahn auf und regelte die Temperatur. Sie wollte sich seine Spuren am Liebsten abwaschen, für immer los werden, nie wieder an ihn denken müssen, doch wie konnte sie das nur? Das würde niemals einfach so an ihr vorüber gehen. Das war nichts, wo man einfach schlafen ging und am nächsten Morgen wusste man nichts mehr davon.
Allein schon, wie sie das Bordell verlassen wollte, würde ihr auf ewig in Erinnerung bleiben. Im Empfangsraum waren dieser Miroku und der andere Kerl gewesen, Kouga, glaubte sie sich zu erinnern. Sie hatten sie schief angegrinst, ihr zugezwinkert, Küsse zugeworfen und auch tatsächlich noch gefragt, ob sie schon gehen wollte, ob sie nicht noch mit den Beiden etwas machen wollte, denn das, was sie gehört hatten, hatte ihnen eindeutig gefallen.
Wie gerne wäre sie im Boden versunken, wollte nur noch weg und war den ganzen Weg bis nach Hause gelaufen. Ihre Haare standen immer noch wirr in alle Richtungen, sie hatte sich gar nicht erst die Mühe gemacht, ihre Mähne zu ordnen, ehe sie das Etablissement verlassen hatte.
Langsam strich sie mit ihren Fingern durch ihre Haare, fing an sie ein wenig zu richten, dann band sie diese mit einem Haargummi zusammen und sah noch einmal in den Spiegel. Ihr wurde schlecht und Wut stieg wieder in ihr hoch. Aber sie war nicht unbedingt wütend auf diesen Playboy, bestimmt auch, aber die meiste Wut galt ihr selbst. Weil sie so dumm war.
Passabel … das war gelogen … der Sex war einfach nur Hammer. Auch wenn sie sich immer ihr erstes Mal so vorgestellt hatte, dass ihr Partner mindestens zwei Monate mit ihr eine Beziehung führte, sie langsam verführte, langsam und sanft ihren Körper erforschte und nicht so wild war, wie Inu Yasha. Dennoch hatte es ihr gefallen, diese wilde Art dieses Mannes.
Sie kniff die Augen zusammen, wollte den Gedanken unterdrücken und beschloss, dass sie sich nun endlich unter die Dusche stellte. Vorsichtig stieg sie in die Badewanne, schnappte sich den Duschkopf und ließ das warme Wasser über ihren Körper laufen. Doch schon als der erste Schwall Wasser zwischen ihre Beine lief, zuckte sie zurück und keuchte auf. Verdammt, das brannte. Sie biss ihre Zähne zusammen, wartete bis der stechende Schmerz aufhörte, aber sie wurde enttäuscht. Wunderbar … nun konnte sie sich nicht einmal duschen und den Kerl vergessen. Dank ihm war sie leicht Wund zwischen ihren Beinen. Oh wie sie den Typen hasste.

Inu Yasha grinste immer noch ein wenig. Bisher hatte er wirklich jede Frau schwach bekommen, und er hatte Recht, auch sie hatte er schwach bekommen.
Er zog sich eine leichte Jogginghose an. Nach jeder Kundin hatte er erst einmal eine Stunde Pause, damit er sich erholen konnte. Und würde er nun schon wieder die enge Lederhose anziehen, würde er platzen. Schlussendlich zog er sich einfach eine Art Bademantel, in einem samt-rot an, welchen er aber geöffnet ließ.
Dann ging er langsam nach unten. Oh ja er hatte es genossen. Und er musste sagen, der Sex war genial. Nur selten, wenn überhaupt schon einmal, hatte er solch guten Verkehr gehabt. Er wusste, dass sie wieder ausrasten würde, als er seinen Spruch losgelassen hatte.
„Na Jungs!“, sichtlich zufrieden und befriedigt gesellte er sich zu seinen beiden Kollegen. „Na du hast aber alles gegeben!“, lachten Beide gleichzeitig.
„Naja die Kleine wollte es ja so...“, er setzte sich auf einen der Barhocker und fragte Miroku, welcher hinter der Theke stand, nach einem Glas Champagner.
„Wie hast du sie denn letztendlich doch noch dazu bekommen, dass sie will?“, Kouga strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. Er wusste, dass die Kleine alles andere als Willig war.
Inu Yasha grinste nur breit und seine Augen glitzerten vielsagend. „Dein Spezialgebiet? Kein Wunder, da wird ja auch jede Frau schwach!“, lachten nun die beiden Schwarzhaarigen. „Tja, man muss wissen wie.“, sein Grinsen wurde noch einmal um einiges breiter, „Jungs, wie sieht es nun eigentlich mit dem Urlaub aus?!“ „Wir machen unseren Laden für 3 Wochen zu! Kouga hat volle Arbeit geleistet.“, Miroku grinste und zwinkerte zu Kouga. „Tja, ich muss bei ihr halt nur einmal Rein-Raus und sie macht was ich will...“, lachte Kouga und klopfte Miroku auf die Schulter.
„Alles klar Jungs! Das heißt in einer Woche auf nach Miami! Packt die Koffer!“, Inu Yasha trank noch einen Schluck Champagner, bevor er sich wieder aufrichtete. „So ich bin dann mal wieder oben, muss mein Bett neu beziehen, das hat etwas die Form verändert.“
„Wieso Form verändert?!“, Miroku und Kouga blickten ihn fragend an. „Naja, sagen wir mal, ich konnte meinen Krallen nicht mehr ruhig halten, als sie nicht ganz auf Augenhöhe war.“, grinste er nun wieder und zwinkerte den Beiden zu. Dann drehte er sich, ohne auf eine Reaktion zu warten um, und ging nach oben
Kouga und Miroku schauten sich an. „Was machen wir falsch?! Der zieht sich nur aus und die Frauen fallen über ihn her.“, lachte Kouga. Aber es war ja schon immer so, Inu Yasha war von Anfang an talentiert, er war auch einfach von Grund auf versaut. Bis jetzt hatte er alle, die er haben wollte, auch bekommen.
„Du willst dich doch nun nicht beschweren oder?“, Miroku drehte sich auch wieder um, er hatte heute eher einen ruhigen Tag, den er hauptsächlich hinter der Bar verbrachte.
Kouga lachte nur und hörte dann das Klingeln der Tür. Er drehte sich um und sah eine 'Stammkundin' von ihm. „Weiter geht’s!“, grinste er noch zu Miroku, bevor er Kurs auf die Frau nahm.
Inu Yasha schaute sich in dem kleinen Reich um. Er hatte es genossen, wie sie sich rekelte, wie sie ihn anflehte und auch wie SIE IHN verwöhnte. Das würde er gerne wiederholen. Auch wenn er etwas ruhiger bleiben musste. Auch der Sex an sich, Hammer, selten fühlte er sich so befriedigt wie nun.
Langsam ging er zum Bad. Nun brauchte er erst einmal die Zigarette danach. Er musste zugeben, das er doch ein wenig ausgepowert war. Schnell fand er die kleine Schachtel und steckte sich eine der Zigaretten in den Mund. Feuerzeuge hatte er bestimmt gefühlte 2000 Stück hier im Zimmer herumliegen, was zur Folge hatte, dass er auch nicht lange suchen musste.
Er wechselte wieder in das andere Zimmer und zog an seiner Zigarette, tief inhalierte er den Qualm und stieß ihn dann durch die Nase wieder aus. Dann begutachtete er das Bett. Das würde auch noch wieder Kosten. Seine Chefin würde ihm wahrscheinlich den Kopf abreißen, wenn sie es erfahren würde, warum es hier so aussah. So eine komplett Vorstellung von ihm, mit Strippen, Vorspiel, Hauptteil kostete einiges.... 300 € würde so etwas ungefähr kosten.
Gerade weil er ja nicht gerade wenig geboten hatte. Das sollte nun aber nebensächlich sein. Erst einmal musste das Bett neu bezogen werden.

Nach der schmerzhaften Dusche lag Kagome endlich in ihrem Bett. Zuvor wurde ihr Schambereich noch ein wenig mit Feuchtigkeitscreme bearbeitet und nun hatte sie sich dazu entschieden ein Buch zu lesen. Da konnte sie am Besten abschalten vom Tag. Auch für diesen Tag half es. Zumindest für diese wenigen Stunden, bevor sie schlafen ging, konnte sie ihren Kopf frei machen und sich der Liebesromanze in dem Buch widmen.
Eigentlich hatte sie ein schlechtes Gewissen ihrer Freundinnen gegenüber. Sie erzählten sich gegenseitig immer alles, egal was es war, doch diesmal schwieg sie. Im Grunde fürchtete sie sich vor den Worten der Mädchen. Wahrscheinlich würden sie ihr Vorwürfe machen, wie dumm sie doch war, oder so etwas in der Art.
Schnell schüttelte die Schwarzhaarige den Kopf. Sie wollte doch nicht mehr daran denken! Wieso tat sie es schon wieder? Eifrig vertiefte sie sich wieder in die Zeilen vor ihr. Doch genau diese halfen ihr wenig weiter. Eine Liebesszene von Hauptdarsteller mit derer Liebsten.
Seufzend schmiss sie das Buch zur Seite und schloss ihre Augen. Es wäre das Beste, wenn sie nun einfach schlafen würde. Doch auch das war nicht so leicht, wie sie sich dachte. Immer wieder tauchte der Weißhaarige vor ihrem inneren Auge auf. Seine Hände spürte sie förmlich auf ihrer Haut. Sie riss ihre Augen wieder auf, warf die Bettdecke zur Seite und ging in die Küche. Dann würde es wohl nichts mit Schlaf werden.
Sie sah sich in dem kleinen Raum um. Irgendwie erschien ihr im Moment alles so, als wäre es dreckig. Na dann konnte sie auch gleich einen Putzmarathon hinlegen, anstatt zu schlafen. Sie schnappte sich ein Tuch, befeuchtete es, griff zum nächsten Putzmittel und arbeitete darauf los. Anfangen wollte sie im Bad.
Die Badewanne, das Waschbecken und der Spiegel darüber, waren schnell sauber. Dann ging sie auf den großen Spiegel zu. Zuerst wollte sie nicht hinein sehen, aber wie sollte sie das anstellen? Blind putzen war ein Ding der Unmöglichkeit. Na dann einfach tief durchatmen und hinein blicken. Im nächsten Augenblick grinste sie.
Sie hatte sich einen alten Pyjama von ihr angezogen. Der würde alles, was steht, zum Fallen bringen. Selbst der Playboy hätte kein Stehvermögen mehr, würde er sie darin sehen. Das heiterte sie unglaublich auf und mit dieser guten Laune putzte sie fröhlich weiter.
Nach zwei Stunden hatte sie es endlich geschafft. Die Wohnung war wieder sauber. Aber müde war sie immer noch nicht. Das konnte doch nicht wahr sein! Jetzt hatte sie an diesem Tag Sex, der zugegebener Maßen echt anstrengend war, dann der Putzmarathon und sie war immer noch nicht müde. Was konnte sie noch machen, damit sie endlich einschlief?

Gähnend ging Inu Yasha aus dem Gebäude und schaute in den tiefschwarzen Himmel. Es war mittlerweile ca. halb eins in der Früh, lange würde es nicht mehr dauern bis es wieder etwas heller werden würde. Irgendwie kam auch niemand mehr, nur einmal hatte er eine potentielle Kundin, die sich dann aber doch für Miroku entschieden hatte.
Er steckte eine Hand in die Hosentasche seiner verwaschenen Jeans, während er sich mit der anderen ein paar Strähnen, welche sich aus dem Zopf gelöst hatten, zu dem er sich seine Haare gebunden hatte, nach hinten Strich.
Er steckte sich wieder eine Zigarette an und machte sich dann auf den Heimweg. Zu Fuß versteht sich, die paar Meter konnte er wohl noch laufen. Und es tat auch irgendwie ganz gut, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch einmal die Luft zu genießen und sich dann einen ruhigen ´Abend` zu machen.
Nach 20 Minuten schloss er die Tür zu dem kleinen Gebäude auf, in welchem seine Wohnung lag. Noch durch die zweite Tür, und dann stand er auch schon in seinem kleinen Flur. Seine Jacke hing er an die Garderobe, bevor er sich direkt auf den Weg in das Bad machte.
Die großen, schwarzen Fliesen auf dem Boden, wirkten edel und machten den Boden irgendwie größer, als er war. Allerdings konnte man auch alles auf ihnen sehen. Kleine Badewanne, ebenerdige Dusche, moderner Waschtisch und Spiegelschrank. Alles im allem ein sehr gemütliches, modernes Bad... in seiner Hinsicht zumindest.
Er entledigte sich seiner Klamotten, schaute einmal an sich hinunter. Er war durchtrainiert, das stimmte wirklich, von vorne bis hinten. Dann schlich sich ein Grinsen auf seine Züge. Er kannte ja nun eine Person, welche diesen Umstand schwer ignorieren konnte.
Dann wurde sein Grinsen noch breiter. Was sagte sie noch?: 'Was kann ich denn dafür, dass du so groß bist?', so was hörte ein Mann doch gerne.
Schnell stieg er unter die Dusche und drehte das Wasser an. Es war ein angenehmes Gefühl, immerhin konnte er sich dort nicht wirklich waschen, nachdem er am 'Arbeiten' war.
Das warme Wasser tat unglaublich gut und er schloss die Augen. Immer wieder musste er an Kagomes Besuch denken, sie konnte wirklich noch ein paar mal vorbei kommen.
15 Minuten stand er darunter, wusch sich die Haare und seinen Körper. Dann schnappte er sich ein Handtuch und fing an sich zu trocknen, wobei die Haare einfach in ein Handtuch gewickelt wurden. Würde er sie nun Föhnen, würden noch einmal 15 Minuten drauf gehen.
Gemütlich schlurfte er nun in sein Schlafzimmer, wo er sich eine Jogginghose, sowie ein Muskelshirt anzog. Dann machte er sich auf den Weg in die Küche.
Diese war nicht sonderlich groß, für eine Person aber mehr als genügend. Kleines Kochfeld, einige Ablageflächen und ein kleiner Tisch. Alles war in einem Buchenholzton gehalten, sodass eine kleine helle Küche entstand.
Er schnappte sich seine Teekanne, füllte Wasser hinein und stellte diese dann zum kochen auf eine der Herdplatten. „Grüner Tee.... Schwarzer Tee... ne ich denke ich nehme Jasmintee“, murmelte er kurz vor sich hin, bevor er sich kurz in sein Wohnzimmer begab, hier eine kleine Lampe anknipste, sodass der Bereich um dem Sofa herum beleuchtet war, der Rest allerdings im Schatten lag.
Dann ging er wieder in die Küche, nahm sich zwei Beutel des Tees und hing diese in das mittlerweile kochende Wasser.
Er gähnte abermals, kratzte sich dann etwas am Hals, bevor er sich die Kanne schnappte und sich auf den weg ins Wohnzimmer machte, wo er sich auf das Sofa schmiss. Entspannt seufzend legte er sich eine Decke über und schnappte sich seinen Roman, welchen er im Moment las.

Langsam öffnete Kagome ihre Augen und sah sich verwirrt um. Warum saß sie am Küchentisch? Mitten zwischen ihrem Besteck? Sie rieb sich ihren Schlaf aus den Augen und stand auf, damit sie sich einen Kaffee machen konnte. Sie war sichtlich froh, dass sie ihre eigene kleine Wohnung hatte, dank ihrer Mutter, die ihr half den Großteil der Kosten zu tragen. Sie arbeitete zwar nebenbei am Wochenende in einer Videothek, aber das brachte nicht so viel Geld, dass sie sich das hier leisten konnte.
Während der Kaffee kochte, verräumte sie das schön polierte Besteck. Ihr war wieder eingefallen, dass sie damit angefangen hatte, als sie nicht schlafen konnte. Dann verschwand sie im Bad, um sich für den heutigen Tag fertig zu machen. Was wollte sie unternehmen? Mit Sango und Ayame wollte sie sich nicht treffen, aber sie konnte ein wenig shoppen gehen. Sie brauchte neue Unterwäsche, einen Bikini und noch ein paar andere Sachen, bevor es nach Miami los geht.
Also zog sie sich eine bequeme Jeans an, einen einfachen, dünnen Pullover in ihrer Lieblingsfarbe blau, und setzte sich wieder in die Küche. Der Kaffee war schnell getrunken, dann machte sie sich direkt auf den Weg in die Stadt.

Er drehte sich noch einmal gähnend auf dem Sofa um, bevor er sich unter der Decke verkroch. Musste diese Sonne so hell scheinen?
Grummelnd kam er dann doch noch unter der Decke hervor und schaute nach draußen. *Sonne, schönes Wetter, warm...*, ein schöner Tag also.
Langsam schälte er sich aus seinem Sofa, wo er letzte Nacht eingeschlafen war und schlurfte mehr oder weniger begeistert ins Badezimmer.
Kurz machte er sich frisch, schmiss das Handtuch, welches er sich um die Haare gewickelt hatte in den Wäschekorb und ging dann in sein Schlafzimmer.
Es war warm draußen, wobei.... ihm war sowieso immer warm.
Kurzerhand suchte er sich aus seinem Schrank ein weißes, enges Shirt, sowie eine kurze graue Hose. Dann schüttelte er noch einmal den Kopf, sodass sich seine Haare wieder, durch das Gewicht, anordneten.
Seine Ohren zuckten, als er das Vibrieren seines Handys vernahm. Schnell huschte er ins Wohnzimmer und schaute auf das kleine Gerät.

Treffen mit Sango! 11:00 Uhr! Café.

Er schaute auf seine Uhr 10:30 Uhr, das hieße er musste los. Er strich sich noch einmal durch die Haare, um sicher zu gehen, das diese auch lagen, bevor er sich seine Haustürschlüssel schnappte und sich auf den Weg machte.
Als er im Stadtzentrum war, bemerkte er schon das Getuschel von mehren jungen Frauen und Mädchen. Einigen zwinkerte er zu, andere beachtete er nicht einmal. Dann kam das Café auch schon Sichtweite, und er konnte direkt auf eine junge Frau mit langen, braunen Haaren sehen. Der Geruch verriet ihm, dass es Sango war.
Er tippte ihr auf die Schulter, was zur folge hatte dass sie zusammenzuckte. „Hi Sango!“, lachte er dann.
Das Mädchen drehte sich um und schaute ihn an. „Hi, Yasha!“, grinste sie dann zurück. Er sah mal wieder zum Anbeißen aus, für so gut wie jedes weibliche Wesen versteht sich, sie selber fand ihn einfach nur nett.

Kagome wühlte sich durch den ersten Laden durch. Alleine zu shoppen machte eindeutig keinen Spaß. Ihre Mädels fehlten ihr dabei. Kurz lugte sie auf ihr Handy, vielleicht hatte ja Eine von den Beiden angerufen? Aber Fehlanzeige, nichts wurde angezeigt.
Seufzend verkroch sie sich in der Abteilung für die Unterwäsche und ihr Blick fiel sofort auf einen schwarzen Spitzen-BH. Den würde sie sich bestimmt nicht kaufen, auch wenn sie nun keinen Schwarzen mehr hatte, denn den hatte sie weggeworfen, während ihrem Putzmarathon.
Sie sah sich weiter um. Weiß, braun, blau, grün …. wie sollte man sich da entscheiden? Im Normalfall machte das Sango immer. Sango drückte ihr die Teile in die Hand, sie probierte. Ayame übernahm immer den Rest der Klamotten.
Aber sie war doch kein kleines Kind mehr, rügte sie sich selbst und schnappte sich mehrere der Teile und ging damit zur Kabine. Kagome bekam das Kärtchen mit der Stückanzahl und schon verschwand sie im Inneren der Umkleide.

Sango bedankte sich bei dem Kellner, als er ihr den Kaffee brachte. „Und was hast du so schönes getrieben gestern?“, fragte sie bei ihrem Begleiter nach und gab sich die zwei Päckchen Zucker in das braune Getränk.
Inu Yasha fing unwillkürlich an zu grinsen, während er mit dem Löffel seinen Kaffee umrührte. „Nichts besonderes halt, war halt arbeiten den ganzen Tag, bis auf Eine, keine besonderen Kundinnen dabei gewesen...“
Sango machte es ihrem neuen Bekannten gleich und rührte ebenfalls in ihrer Tasse herum. "Was war denn so besonders an der Einen? War es einmal ein jüngeres Exemplar an Frau?" Sie musste lachen, wenn sie an den Tag zurück dachte, wo sie die drei Playboys kennen gelernt hatte. Die hatten sich ja so gefreut, dass sie nicht älter waren als 20.
Inu Yasha schaute von seinem Kaffee auf und in ihr Gesicht, das Grinsen wich keine Sekunde aus seinem Gesicht, wobei es bei ihrer letzten Frage noch breiter wurde. „Ja, endlich einmal unter 20. Sie ist gerade 18 geworden und hatte den Besuch von Freundinnen geschenkt bekommen.“, erzählte er, bevor er sich in seinem Stuhl zurück lehnte und einen Schluck Kaffee trank.
"Hm ... wenn ich Kagome nicht kennen würde, hätte ich geglaubt, dass sie es war. Aber anscheinend ist es der neueste Trend, dass die Freundinnen solche Besuche verschenken zum Geburtstag. Warst du wenigstens nett zu ihr?", grinste sie und dachte sich nichts Böses, während sie ihren ersten Schluck vom Kaffee machte. Niemals würde sie das ihrer besten Freundin zutrauen, dass sie diejenige war und doch noch zu ihm gegangen war.
Er gluckste kurz. "Naja, ich war halt so wie ich bin, schon ein wenig fordernd und alles andere als zimperlich. Meine Zähne habe ich auch benutzt. Animalisch sag ich mal. Und sie ist wirklich voll drauf abgefahren. Wobei ich auch nicht zu kurz kam, muss man sagen!", er schaute ihr in die Augen, sie dachte wohl nicht im Traum daran, dass es Kagome war. Mal schauen wie viele Andeutungen er noch machen musste
Sie dachte wieder nach, nein das war eindeutig nicht Kagome gewesen, wenn er auch nicht zu kurz gekommen war. "Also doch schon ein wenig erfahrener. Das ist doch schön, wenn ihr auch einmal verwöhnt werdet bei so einem Besuch. Ich dachte eigentlich immer, dass nur Frauen etwas von euch wollen und ihr alles alleine machen könnt."
Er lachte. "Nein, sie war absolut unerfahren. Wollte erst auch absolut nicht... Naja, aber ich konnte ja nicht wissen, dass sie so auf meinen Körper abfährt, bei ihr hat es echt gereicht nur einmal den Bauch anzuspannen und sie wurde wuschig.", wieder nahm er einen Schluck von dem schwarzen Gebräu. "Ja, ich habe es sichtlich genossen..."
"Das glaub ich dir gerne. Aber ... wenn sie total unerfahren war, hattest du dann nicht Angst, dass sie ... wenn sie es getan hat, zubeißt?" Sango rührte in ihrem Kaffee herum. "Aber wenn du es wenigstens genossen hast, ist es doch gut so!", lächelte sie und führte die Tasse zu ihren Lippen.
Er grinste wieder breit. "Nein definitiv nicht, sie hat mir die Hose ja schon ausgezogen, sie hatte zwar einmal das Vollprogramm bekommen, aber am Ende konnte sie es kaum aushalten. Ja das stimmt, genossen habe ich wirklich.", er knackte kurz zweimal laut mit dem Nacken, bevor er sich wieder nach hinten lehnte. "Sie war auch vom Aussehen her voll mein Typ!"
Wer das wohl gewesen war? Das fragte sich Sango wirklich, aber das Mädchen kannte sie bestimmt nicht. "Na wenn sie dir so gefallen hat, auch vom Typ her, warum triffst du dich nicht wieder mit ihr? Oder ist sie sauer auf dich, weil du sie danach aus dem Zimmer geworfen hast? Ich würde es verstehen." Das konnte sich die Braunhaarige wirklich vorstellen, dass er das getan hatte. Aber es war eben sein Beruf, da konnte man ihm keine Vorwürfe machen.
Sein Grinsen erstarb kurz, bevor er wieder einen Schluck seines Kaffees nahm. "Naja... ich hab sie nicht direkt raus geworfen, hab wieder einen meiner dummen Kommentare losgelassen und sie war direkt stocksauer, aber wie gesagt kann ich ja nichts dafür, dass die Kleine so extrem reagiert. Ist halt mein Beruf... aber das hat die schwarzhaarige Schönheit ja nicht eingesehen..."
Schwarze Haare? Frische 18 Jahre? Inu Yashas Typ? Das würde eigentlich wieder alles auf Kagome passen ... aber Quatsch! Ihre Freundin war so prüde, das konnte sie nicht glauben. Sie konnte sich doch nicht einmal alleine Unterwäsche kaufen, da kam nichts Gutes dabei raus. "Was für eine Bemerkung hast du denn geschoben? Dann sag ich dir gerne, ob ihre Reaktion gerechtfertigt war!", grinste sie nun wieder.
Sein Grinsen wurde nun eigentlich schon übernatürlich. "Ich habe gesagt: 'War echt ganz passabel. Hat Spaß gemacht Kleine... Lange nicht mehr so guten Sex gehabt, Respekt!' Naja sie fand´s wohl nicht so lustig, daraufhin ist sie voll abgegangen, hat ihren schwarzen BH gesucht, ihren Rock und allen anderen Krams. Wobei sie nun natürlich sagt, dass der Sex wirklich nur ganz passabel war.“
Rock? Den hatte Kagome gestern auch an, was sie aus einem Telefonat so heraus gehört hatte. Aber viele Frauen auf dieser Welt trugen Röcke und schwarze BH´s. "Ich kann ihre Reaktion gut verstehen. Von mir hättest du wohl noch eine Ohrfeige frei aufs Haus dazu bekommen. Und ihre Antwort mit dem "passabel" hat sie bestimmt nur rein aus Trotz von sich gegeben. Und wie war sie sonst so? Nun bin ich echt neugierig geworden!“
"Wie gesagt total mein Typ! Lange, leicht gewellte, schwarze Haare. Braune, angriffslustige Augen. Aber auch nur, wenn man sie reizt. Ansonsten ein total ruhiges Mädchen eher. Recht Schlank, war vorher schon einmal da, mit zwei Freundinnen, welche zu 'Besuch' waren.", musste er noch mehr Andeutungen machen oder war das genug? Ansonsten würde er den Namen groß und in Leuchtschrift über sich hängen.
Sango, welche eben die Tasse wieder zu ihren Lippen führen wollte, ließ diese fallen und sah geschockt zu dem Weißhaarigen. Der Kaffee ergoss sie über dem Tisch und ihrer, zum Glück schwarzen, Hose. Sie konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden, war das wirklich wahr? Stimmten ihre Gedanken? "Nein ...!", flüsterte sie mehr zu sich, als zu ihm.
Er grinste wieder. "Ohhhh doch Sango! Und sie hat mich förmlich angebettelt sie zu erlösen!"
Sie löste endlich ihren Blick von Inu Yasha und griff nach den Servietten, um ihre Hose und den Tisch zu trocknen. Das musste sie erst verdauen. "Das glaub ich nicht ... Kagome würde das nicht machen! Und schon gar nicht betteln."
Er strich sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und schaute sie dann fest an. "Oh doch, meine Liebe. 'Bitte...' meinte sie, und meine Hose sowie Trunks mussten auch schnellstmöglich weichen ihrer Meinung nach. Sie war mehr als nur scharf!"
Ihre Augen verengten sich. "Erzähl mir hier keinen Unsinn!" Sie kramte nach ihrem Handy. "Wenn ich sie nun frage, dann wird sie mir bestimmt bestätigen, dass das nicht stimmt!" Irgendwie hoffte sie es zumindest, dass es so war. Kagome und Sex? Und das mit Inu Yasha? Unvorstellbar. Drei Dinge, die nicht zueinander passten.
Er grinste nur wieder, lehnte sich dann zurück und meinte nur noch einen Satz zu Sango. "Natürlich wird sie es abstreiten, du kennst sie ja wohl. Sie wird dich wohl eher durchs Handy zusammenschreien..."
Das würde sie ja gleich selbst heraus finden. Schnell wählte sie die Nummer ihrer besten Freundin und wartete darauf, dass sie abhob.

Kagome stand eben in der Umkleidekabine, als ihr Handy klingelte. Sie zupfte sich ihren BH zurecht, den sie eben probierte und hob ab. "Hallo?"
"Kagome?! Sag mir das das nicht wahr ist!"
Verwirrt hielt sie die Jüngere das Telefon vom Ohr, weil ihre Freundin doch recht laut war. Erst als sie den Satz beendet hatte, legte sie das Gerät wieder an. "Was soll nicht wahr sein?"
Sango fuchtelte wild mit der einen Hand herum, was Inu Yasha zum Lachen brachte. "Du? Inu Yasha? Und dann?! Deshalb?! Und betteln! KAGOME!"
Kagome wusste immer noch nicht ganz, was Sango wollte, aber als sie den Namen von dem Playboy und dann auch noch sein Gelächter hörte, musste sie schlucken. "Was hat dir der Idiot erzählt? Alles nur Lügen!", fauchte sie in den Hörer.
Sango war immer noch fassungslos! "Kagome! Inu Yasha hat mir erzählt das ihr Beide... du weißt schon... und das du auch nicht grad zimperlich warst und das er und deshalb und irgendwie, das passt doch nicht zu dir.!", Sango war voll durcheinander. Das sollte Kagome gemacht haben?!
Schlagartig wurde die Schwarzhaarige rot, ein Glück, dass man sie nicht sehen konnte. "Sango, wem glaubst du? Ihm oder mir? Außerdem ist es gerade sehr schlecht für mich ... ich brauch neue schwarze Unterwäsche und steh hier in einer Kabine! Halb nackt!"
"Das ist mir jetzt sowas von egal! Ich weiß nicht, wem ich glauben soll! Er sagt wirklich Sachen, die zu dir passen und er kann dich genau beschreiben und dann, dann und deshalb. Ich kann´s mir ja auch nicht vorstellen?! Kagomeeeeee!!!!"
Inu Yasha bekam sich schon fast nicht mehr ein, versuchte aber leise zu sein, besonders als sie sagte, dass sie nun halb nackt in einer Kabine stand, zum Glück war er ein Hanyou, sodass er alles hören konnte, wurde seine Aufmerksamkeit geweckt.
"Mag schon sein, dass er das so erzählt ... und er hat mich ja auch schon mal gesehen, von daher kann er mich auch beschreiben! Und Sango! Wenn ich Sex hatte, dann würde ich es dir erzählen!", jammerte Kagome weiter und hoffte, dass ihre Freundin nicht zum Weinen anfing. "Verdammt ... ich krieg den BH nicht mehr auf mit einer Hand!", fluchte sie zusätzlich, als sie sich wieder umziehen wollte.
Sango überlegte, eigentlich hatte sie recht, sie würde es ihr erzählen, aber irgendwie... Sie wusste immer noch nicht so genau, wem sie glauben sollte. "Er sagte, du hattest deinen schwarzen Spitzen BH an..."
Inu Yasha wurde auch hellhöriger. "Ich kann ihr ja wieder helfen kommen und den BH aufmachen.", schlug er vor, was von Sango nur einen Todesblick zur Folge hatte
"Der Idiot soll die Klappe halten! Und woher soll er wissen, was ich für Unterwäsche an hatte?", bald fand sie keine Ausreden mehr.
"Naja, wenn er sagt, dass ihr miteinander geschlafen habt, wird er ja wohl wissen, was du für einen BH an hattest... achja und einen Rock hattest du an laut ihm ... und den hattest du gestern auch wirklich an...."
„Weißt du wie viele Mädchen es gibt mit Röcken, schwarzen BH, schwarzen Haaren, braunen Augen und meiner Statur? Hunderte! Und so gut war er auch nicht, dass der Mistkerl damit protzen kann!“ Im nächsten Augenblick schlug sie sich ihre freie Hand vor den Mund, starrte sich selbst erschrocken im Spiegel an. Wie konnte ihr das nur hinaus rutschen? Hoffentlich hatte Sango das nicht gehört! Verdammt! Warum nur wurde sie unvorsichtig, wenn sie sauer wurde? Das war der Weltuntergang … ihre Freundin würde sie nun bestimmt verurteilen, während sie, halb nackt in dieser bescheuerten Umkleide stand und jeder, der eben auch etwas probierte, dem Gespräch lauschen konnte. Aber dann kam ihr eine Idee! Einfach vom Thema ablenken. „Sag mal, Süße, welche Farbe ist denn eigentlich gerade so Trend bei Unterwäsche? Ich kann mich nicht entscheiden!“
Inu Yashas Grinsen wurde noch einmal um einiges breiter. Es war klar, dass sie es abstreiten würde, dass sie sagen würde, dass er schlecht war, und alles andere auch. Er wusste selber genau, wie sehr es ihr gefallen hat. Es war nur typisch sie, dass sie sich so aufregte, dass es ihr heraus rutschen würde.
Sango saß nun starr dort. Schaute Inu Yasha geschockt und gleichzeitig bitterböse an. "KAGOME! Das ist! Wie? Warum? Nichts erzählt?! HALLO?!", stotterte sie fassungslos ins Telefon, sie musste aber nun auch ALLES wissen!
Verlegen kratzte sich die Schwarzhaarige am Kopf. "Also gibst du mir keinen Tipp, bezüglich der Farbe der Unterwäsche?“, fragte sie zaghaft nach. Sie wollte nun nicht Rede und Antwort stehen.
"Duuuuu Süße?!", Sango bemerkte ganz genau wie sie vom Thema ablenkte, aber es war ihr im Moment herzlich egal, das Inu Yasha daneben saß.
Dieser grinste wie ein Honigkuchenpferd und konnte sein Mund mal wieder nicht halten. "Rot-schwarz Kariert würde ihr bestimmt stehen, das Schwarz war fast schon zu schlicht..."
Kagome wurde dunkelrot. Sie hatte Inu Yashas Bemerkung genau gehört und versuchte ihren Zorn in Griff zu bekommen. "Sango, ich erzähl es dir nachher! Nicht hier, nicht jetzt! Mir hören die anderen Kunden zu! Ich kann die Jungs schon kichern hören!" Das entsprach sogar der Wahrheit. Zwei junge Männer waren in den Nebenkabinen und lachten sich weg, jedes Mal, wenn sie etwas sagte.
Sango seufzte, sie würde und wollte nun nichts erzählen, da konnte sie noch so betteln. "Okay... Aber wehe zu erzählst mir nicht alles. Und du weißt ganz genau, das ich merke wenn du lügst! In jeder Hinsicht!"
"Ja, das weiß ich. Ich werde nicht lügen ... höchstens manche Sachen verschweigen!"
"Okay...", auch wenn für Sango feststand, das sie alles wissen wollte. Sie bekam es schon raus. "Dann bis dann Süße...Achja und Inu könnte recht haben, Schwarz-Rot-Kariert könnte dir stehen..."
"SANGO!", brüllte die Jüngere in das Telefon. Das war doch nicht zum Glauben! Wieso gab sie in jeder Hinsicht diesem Mistkerl recht?
Inu Yasha musste sich echt zusammenreißen nicht lachend vom Stuhl zu fallen, er fand die kleine einfach nur süß. Und als Sango ihm dann mit dem BH recht gab, konnte er sich ein Kichern nicht verkneifen. Wobei das sogar mehr oder weniger, eher weniger, ernst gemeint war.
"Ach komm schatz, probier wenigstens einen an... Tus für mich...", meinte Sango.
"Schön ... aber Foto werd ich dir keines schicken ..."
"Dann soll sies mir schicken halt, wenn sie es nicht dir schicken will...", InuYashas grinsen wurde wieder mal breiter. "0176 85648876"
Sango warf ihm einen Todesblick zu, "Wieso kannst du eigentlich alles mithören?!"
Sein grinsen verstarb kurz, bevor er doppelt so breit weitergrinste und mit einer seiner Krallen auf seine Ohren deutete. "Wie gesagt, ich bin ein Tier im Bett..."
Kagome konnte sich nicht mehr zurück halten. "Gib mir mal den Scheißkerl! Den mach ich nun alle!"
Sango nickte nur und konnte sich schon vorstellen, das sie das Gespräch mit hören konnte, ohne das Telefon auf Lautsprecher zu stellen. Wortlos übergab sie ihr Handy an den Hanyou.
Dieser nahm es ebenso schweigend an, legte es aber nicht mal an sein Ohr. "Hey Süße, nicht so laut meine Ohren ok?!"
Das glaubte auch nur er, dass sie nicht laut sein würde. Sie holte tief Luft und ließ ihren Zorn lautstark freie Luft. "Was bildest du Dreckskerl dir eigentlich ein? Wie kommst du dazu MEINER  besten Freundin so etwas zu erzählen? DAS ist alleine MEINE SACHE!"
Er grinste, "Wieso? Ich habe ihr nur von meiner Arbeit erzählt mehr nicht, da kannst du nichts gegen sagen. Und übrigens...", das Wort Scham kannte er nicht, "... ich war genauso beteiligt wie du, und ich war an sich auch sehr begeistert am Ende. Sango hat es ganz alleine rausgefunden, dass du mich besuchen gekommen bist.", das Wort 'besuchen' betonte er extra.
Sango wiederum suchte sich in Gedanken schon allerhand Methoden um ihn zu verprügeln, aber sie wusste wahrscheinlich selber nur zu gut, das er nur ein Wort oder ein Satz sagen musste, um sie aus den Konzept zu bringen.
"DAS IST MIR EGAL, WAS MIR STEHEN KÖNNTE!!!!! ICH HASSE DICH! Und nur, weil du ihr von deiner beschissenen Arbeit erzählst, musst du nicht sagen, dass ich kurz mal da war, um meine Schulden zu begleichen und du das direkt ausgenutzt hast!", brüllte die Schwarzhaarige weiter. Inzwischen war es ihr egal geworden, dass ihr die anderen Leute zuhörten, mit denen konnte sie nachher auch noch den Boden aufwaschen.
"Ja Danke für das Kompliment, und wie gesagt, du hattest lang genug Zeit zum gehen.... aber du wolltest ja nicht mehr.", er wusste ganz genau, umso ruhiger er blieb umso wütender wurde sie. Sie hatte echt Glück ihn noch nicht böse, sauer, oder auch nur schlecht gelaunt bekommen zu haben.
Gut ... der Kerl war immer noch dir Ruhe in Person! Das gefiel ihr nicht und ihre Wut steigerte sich ins Unermessliche, aber das war wohl genau das, was er wollte. Sie musste sich etwas einfallen lassen und wusste hoffentlich auch ganz genau wie. "Wart mal kurz, Arschloch!", brummte sie ins Telefon und tat so, als würde sie mit einem anderen Kerl sprechen.
"He du, Schnuckel! Kannst du mir kurz helfen? Ich bekomme das Teil hier nicht auf und bin mir sicher, dass du das kannst, oder? Ach wie süß. Ein wahrer Gentleman.", flötete sie daraufhin.
Inu Yasha wurde von Wort zu Wort hellhöriger und es passte ihm gar nicht was sie da sagte. Er wusste nicht warum, aber in ihm stieg eine leichte Wut auf. Und dennoch versuchte er ruhig zu bleiben. "Seit wann arbeiten denn Männer in Kaufhäusern?! Und vertrau mir, aufmachen kann jeder Mann den, bei dir hab ichs aber auch gerne getan. Ich kann auch schnell vorbeikommen.", das grinsen wollte aber noch nicht wirklich wieder ins ein Gesicht kehren.
"Lebst du im Mittelalter, Playboy? In der heutigen Zeit arbeiten genug Männer, richtige Männer, in einem Kaufhaus und du gehörst da ja wohl eindeutig nicht dazu!" Sie wurde siegessicher, denn er klang nicht mehr so fröhlich, wie zuvor.
Irgendwie schaffte sie es doch glatt ihn etwas zu provozieren, er war ein Mann, genug Mann für 50 andere! "Nein tut mir Leid, ich lebe in der Neuzeit. Im Mittelalter hätten du und ich jetzt ein Problem, hier aber nicht.", er schabte mit einer seiner Krallen über den Holztisch vor ihm.
Sie rümpfte die Nase. "Problem? Es gibt keine Probleme, nur Katastrophen ... und du bist eindeutig eine davon!"
"Pass mal auf Schnecke, nur weil du es mal wieder total nötig hattest, heißt das nicht, das ich nun der Dumme bin, du hast doch angefangen dich auszuziehen und wolltest immer mehr.", so langsam wurde er doch glatt ungeduldig. Wie störrisch konnte man denn noch sein als Frau?
Seine Krallen hatte mittlerweile eine kleine Furche in das Holz geschnitten.
"Ich bin ja nur froh, dass das eine gratis Nummer war, denn für so eine lahme Show, würde ich niemals bezahlen. Und ja, vielleicht hatte ich es nötig, aber mit Miroku wäre nicht mehr viel gelaufen, nachdem ich ihn blutig geschlagen habe!" Sie klang immer fröhlicher, allein aus der Tatsache heraus, dass Inu Yasha immer grummliger klang.
Das war nun zu viel, sie hatte ihn angebettelt sie zu erlösen, meinte es ar eine lahme Show, und er hatte genau gesehen wie sie ihr gefallen hatte. Er knurrte leise, sie wollte ihn nicht wütend erleben, bei Gott nicht. "Pass mal auf Püppchen, ich weiß genau was ich gemacht habe und ich hab ja genau gesehen wies dir 'nicht gefallen hat'", grummelte er.
Sango schaute mittlerweile fast eher interessiert zu der immer tiefer werdendes Furche in dem Tisch, Kagome redete zu leise, als dass sie sie verstehen konnte. Aber sie schien ihr Temperament auszupacken, denn sie merkte, sie störrisch Inu Yasha wurde.
Kagome lachte innerlich, sie hatte Inu Yasha genau da, wo sie ihn haben wollte, er war kurz davor auszuzucken. "Hat Sango dir nicht erzählt, dass ich eine gute Schauspielerin bin? Das wird ihr wohl entgangen sein! Aber keine Sorge ... du findest bestimmt irgendwann, irgendwo ein Mädchen, dass deine Show liebt, kleiner Inu!"
Das passte ihm nun gar nicht, warum war er plötzlich so sauer? Seine Hand krallte sich um den Tisch, welchen er kurzerhand zerbrach, weil er sich so aufregte.Daraufhin folgte ein aggressives Knurren, nicht so eins, wie es Kagome kannte, da war er erregt, nun war er Wütend, seine Lungenflügel vibrierten, und das abgebrochene Holzstück in seiner Hand spielte nun Sägemehl.
Kagome hörte ein lautes Geräusch, konnte es nicht identifizieren und dann vernahm sie sein Knurren. Es klang anders, als am Vorabend, es klang gefährlich. "Reg dich nicht so auf Sunnyboy ... das Leben ist hart."
Sango schaute etwas unglücklich auf den Tisch und dann zu ihrem Handy. "Krieg ich mein Handy zumindest heile wieder, wenn der Tisch es schon nicht überlebt?", fragte sie Inu Yasha hoffnungsvoll.
Er schaute sie aber nur böse an. Nochmals knurrte er, diesmal war es ein reißendes wütendes Knurren. Warum war er so auf 180?!
Langsam bekam es die Jüngere mit der Angst zu tun. Vielleicht war es besser dieses Gespräch nun zu beenden. "Kann ich Sango wieder haben? Mit dir zu reden, das langweilt mich abgrundtief. Ich schlaf hier gleich ein, oder vielleicht nehm ich mir auch den Kerl von nebenan?" Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht, was sofort erblasste, als sie lautes, zustimmendes Gejohle von der Nachbarkabine hörte.
Erst wollte er es wirklich, wollte Sango das Handy wiedergeben, aber als sie dann tatsächlich meinte, dass sie sich einen Kerl von Nebenan suchen wolle, war es aus irgendeinem Grund vorbei.
Wieder ein Knurren seinerseits, und so aggressiv hatte er sich selber noch nie Knurren gehört. Die Hand, welche das abgebrochene Holzstück in der Hand hatte, fing an zu bluten, da er sich immer Stärker darum krallte.
"Jö ... das klang wie ein kleines Hündchen, nein wie süß. Lern mal Knurren!", ärgerte sie ihn fröhlich weiter. Sie hatte nach ihrer Freundin verlangt, aber er hatte sie ihr nicht gegeben und somit nahm sie das als Aufforderung, dass sie ihn weiter provozieren konnte.
Nun fing sie tatsächlich auch noch an in gewisser Art und weise über sein Dämonenblut herzuziehen, sie hatte im Moment glück, dass sie nicht vor ihm stand.
Nochmals knurrte er aggressiv auf, was ein paar der Gläser vibrieren ließ. Für einen Bruchteil einer Sekunden blitzten seine Augen kurz Rot auf. Dann war die Verbindung unterbrochen. In Seiner Wut hatte er das Handy in seiner Hand zu einem Puzzle zerlegt.
Ruckartig stand er auf, holte seine Brieftasche aus der Hose und klatschte Sango um die 350 € auf den Tisch.
"Kauf dir ein Handy, bezahl den Tisch! Uneinsichtiger kann man auch nicht sein!", dann machte er sich weiter knurrend auf dem weg aus dem Café.
Sango wiederum schaute irgendwie fasziniert auf ihr Handy und irgendwie wiederum auch entsetzt. Was war denn in ihm gefahren?! Sie musste irgendwie unwillkürlich doch etwas grinsen... "Kein Anschluss unter dieser Nummer", murmelte sie dann.


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