Rasanter Abgang

Inu Yasha hatte sich auf sein Bett gesetzt und beobachtete das Mädchen. Sie starrte ihn an, ließ ihn keine Sekunde aus den Augen und hat bislang kein weiteres Wort verloren. Langsam, aber sicher, verlor er seine Geduld. Er hatte hier zwar schon drei, oder waren es vier, Jungfrauen gehabt und Keine hatte sich so geziert, wie diese Kleine.
Er erhob sich wieder von dem Bett und füllte sein Glas wieder mit Champagner auf. Wenn das so weiter ging, war er betrunken, noch ehe er ein wenig Haut dieser reizenden Person gesehen hatte. Aber was sollte er machen? Irgendwie hatte er das Gefühl, dass sie schreiend aus dem Zimmer lief, sobald er ihr näher kam. Und genau das wollte er verhindern.
Wieder heftete er seinen Blick auf ihr Gesicht. Trotzig erwiderte sie Diesen und er musste grinsen. Sie tat nur auf schüchtern, in Wirklichkeit war sie wahrscheinlich feurig und schlagfertig. Dass sie ein gewisses Temperament hatte, hatte er schon zu spüren bekommen. Aber das machte ihm nichts weiter, immerhin war die kleine Wunde schon verheilt.
Seufzend zückte er seine Schachtel mit den Kippen, besah sich die Anzahl und studierte, wie viele er noch rauchen konnte, bevor er das Mädchen aus dem Zimmer werfen musste. Das könnte noch dauern, grinste er innerlich, denn er hatte noch mehr als genug. Vielleicht hatte sie sich bis dahin, ihm endlich ergeben.
Schnell steckte er sich eine Kippe zwischen die Lippen und wollte sich diese soeben anzünden, wurde aber von Kagomes stechenden Blicken abgehalten. Er nahm die Zigarette wieder zwischen seine Finger und sah sie fragend an. „Was?“, stellte er seine Frage, ließ sie nicht mehr aus den Augen.
„Rauchen tötet dich.“ Ihre Stimme klang so emotionslos, dass er sich fast schon wieder wunderte, warum sie das sagte. „Ich weiß.“, kam die Antwort. „Dann lass es bleiben. Außerdem stinkt es wie die Pest. Vorhin hab ich gedacht, ich hätte einen Aschenbecher verschluckt!“ Interessiert spitzte er seine Ohren. Wenn es nur daran lag, dass sie es nicht wollte, konnte er das Problem schnell beseitigen.
Der Hanyou legte die Zigarette auf den Tisch und ging zu einer kleinen Tür, die in ein kleines Badezimmer führte. Sie hatte jede seiner Bewegungen beobachtet und fragte sich nun, was er machte, bis sie Wasser rauschen hörte. Sie wusste nicht, was für einen Gesichtsausdruck sie in dem Moment auf Lager hatte, aber der würde nur zeigen, dass sie fassungslos war. Putzte er sich nun extra die Zähne deswegen? Wenn er dachte, dass sie deswegen dann freiwillig mit ihm ins Bett stieg, dann hatte er sich gewaltig geirrt. Wobei sie zugeben musste, dass er wirklich weiche Lippen hatte.
Sie schalte sich im nächsten Moment schon wieder für ihre Gedanken, daran durfte sie nicht denken. Er ist doch nur ein einfacher Playboy. Der spielte nur mit den Frauen, die hier ein und aus gingen und sie gehörte auch dazu.
Das Rauschen verstummte und der Weißhaarige kam wieder zurück, dann baute er sich direkt vor ihr auf und lehnte sich erneut, wie schon zuvor an die Armlehnen ihres Stuhls. „So, nachdem wir das geklärt hätten, würde ich vorschlagen, dass wir es uns ein wenig bequemer machen sollten.“ Er umfasste ihre linkes Handgelenk und zog sie sanft von ihrem Sitzplatz hoch. Sofort spiegelte sich wieder Angst in ihren Augen, aber sie blieb, noch, standhaft und folgte ihm.
Inu Yasha grinste wieder, sie war wohl ein wenig hin und her gerissen. Man sah ihr an, dass es sie reizte, sie aber immer noch ihre Bedenken hatte. Er ließ sich schwungvoll auf dem Bett nieder und zog sie mit sich zwischen die Decken und Polster. Erschrocken keuchte sie auf, als er sich direkt über sie beugte, seine Arme links und rechts neben ihr abgestützt. „Also, kleine Kagome … du musst keine Angst vor mir haben.“, flüsterte er in ihr Ohr und schon spürte sie seine Lippen an ihrem Hals.
Natürlich merkte er sofort, wie sie sich wieder verkrampfte, aber das sollte kein Problem darstellen. Immerhin war er darin geübt Frauen locker zu machen. Und er war fest entschlossen, dass er dem Mädchen unter sich viel Freude bescherte. Also ließ er seine Lippen ein klein wenig weiter nach unten wandern, über ihr Schlüsselbein, immer weiter abwärts. Mit seiner rechten Hand streichelte er ihre Taille, weiter über die Hüften, bis nach hinten zu ihrem Hintern.
Nachdem er die Teile ihres Körpers erkundet hatte, fingen seine Finger der rechten Hand an, sich an der Knopf leiste der Bluse hoch zu arbeiten. Von unten nach oben, immer langsam einen Knopf öffnend. Er konnte es fast gar nicht erwarten endlich mehr von ihr zu sehen. Darauf freute er sich schon, seit er sie erblickt hatte.
Endlich war er bei dem letzten Knopf angekommen, da erst merkte er, wie sie unter seinen Berührungen zitterte, aber nicht vor Aufregung, das wusste er sofort. Dass es wirklich so schwierig werden würde, damit hatte er absolut nicht gerechnet. Und zwingen konnte er sie ja schlecht. Das machte ihn ein wenig sauer, aber was sollte er tun? Er musste aufhören, ob er nun wollte, oder nicht.
Brummend stemmte er sich hoch und entfernte sich vom Bett, er hatte genug. Sie hatte alle seine Versuche unwiderruflich abgelehnt, somit hatte er, seiner Meinung nach, wieder das Recht zu rauchen. Also zündete er sich seine Kippe an, die er zuvor schon rauchen wollte und ignorierte sie gnadenlos.
Im Augenwinkel sah er, wie sie sich aufsetzte, anstatt die Bluse wieder zu zuknöpfen, hielt sie diese einfach fest. Warum zog sie sich nicht einfach an und verschwand wieder? Er hatte eindeutig die Lust auf sie verloren. Aber, wenn sie nun doch wollte, musste er es machen. Manchmal hasste er seinen Beruf wirklich.
Er beschloss ein wenig nach zu helfen. „Zieh dich an! Das ist ja schon fast traurig, dich so zu sehen!“ Er folgte jeder ihrer Bewegungen, wie sie die Knöpfe, mit immer noch zittrigen Fingern, schloss und danach zurecht rückte. Aber sie stand nicht auf. Sollte er Hinweistafeln aufstellen, oder was war nun mit ihr los? Sie hatte doch den Eindruck gemacht, als würde sie so schnell wie nur möglich verschwinden wollen.
Aber sie tat nichts dergleichen, saß einfach nur da und starrte ihm Löcher in den Körper. Dieses Mädchen war eine Nummer für sich. Andererseits war es genau das, was ihn so an ihr interessierte, was ihn dazu gebracht hatte sie auf das Zimmer mitzunehmen, nicht Eine von den anderen Beiden. Nein … er hatte sie gewollt und nun bekam er in der Hose einen Stau. Er gab zu, dass er immer noch scharf auf sie war, dass er sie jeder Zeit, sie musste ihm nur ein Zeichen geben, unter sich bringen würde und ihr den Himmel zeigte.
Nach fünf Minuten des Starrens und einer Zigarette, hatte er genug davon. Er ging wieder zu ihr ans Bett, wo sie ein wenig zurück schreckte, aber nicht auswich, als er mit einer Hand durch ihre schwarzen Haare fuhr. „Was willst du nun, Kleine? Entscheide dich! Wenn du nicht willst, dann geh! Willst du doch, dann küss mich!“
Ihre braunen Augen blickten geradeaus in seine Goldenen, wendete sie nicht ab. Er fragte sich wirklich, was dieses Mädchen nun dachte. Sie schien zu überlegen. Was gab es denn zu überlegen, wenn man nicht hier sein wollte? Eigentlich hatte er gedacht, dass sie glücklich aus dem Zimmer stürzte, wenn er ihr das Angebot eröffnete, aber nichts geschah.
Doch sie schaffte es erneut, ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen: „Wie alt bist du?“, wollte sie wissen. Wie naiv war denn die Kleine nun wirklich? Dachte sie, dass er nur hier war, um nette Gespräche zu führen? Aber wenn sie gehen hätte wollen, dann hätte sie es getan. Sie war noch hier, also sollte er die Chance nutzen.
„Wenn du es unbedingt wissen willst … ich bin dreiundzwanzig.“ Ihre Blicke lösten sich nicht voneinander, sie starrten sich immer noch an. „Und … Inu Yasha ist dein richtiger Name?“, hakte sie nach und er hob eine Augenbraue. Wurde das ein Quiz? Wieso wollte sie das von ihm wissen? Aber er gab dennoch nach: „Ja, ist er.“ „Und warum machst du das hier?“
Er konnte nicht anders und musste auflachen. Was war das denn für eine Frage? Warum spielte ein Mann einen Playboy? Das hätte sie sich auch selbst beantworten können. Er beruhigte sich wieder, lenkte seinen Blick erneut auf ihr Gesicht und musste feststellen, dass sie wohl sauer war, denn ihre Augen waren leicht zusammen gekniffen und ihre Lippen waren nur mehr ein kleiner Strich in ihrem Gesicht. „Kleine, pass auf! Das hier!“, er hob die Arme und deutete so um sich, „Ist wie der Himmel auf Erden, wenn man so ein Mann ist, wie ich. Ich liebe es Frauen zu verführen, ich liebe es mit ihnen Sex zu haben! Und außerdem verdient man nicht schlecht dabei. Reicht das als Antwort?“
Sie dachte wieder nach, bis sie eine weitere Frage stellte: „Wie lange machst du das hier schon?“ Nun, wusste der Hanyou, dass die Fragerei wohl noch einige Zeit dauern würde und füllte auch ihr Glas wieder auf mit der Flasche. Er winkte sie zu sich, damit sie sich an den Tisch setzten. Vielleicht konnte er so ihr Vertrauen für sich gewinnen und dann endlich einmal richtig Spaß haben mit ihr.
Das Mädchen folgte seiner Bitte und setzte sich wieder auf den Stuhl, wo sie zuvor schon gesessen hatte. „Also, ich bin hier seit einem knappen Jahr. Kouga und Miroku sind meine besten Freund und somit nicht nur meine Arbeitskollegen. Vorher habe ich zuerst Informatik studiert, was mich aber mit der Zeit nicht mehr interessiert hat. Sonst noch was?“ Er nahm einen großen Schluck seines Champagners und griff wieder nach seinen Zigaretten. Er hasste es, immer wenn er nervös war, wie zuvor schon im Foyer als die Mädels kamen, rauchte er mehr. Nun war er ebenfalls nervös, was er sich aber nicht anmerken ließ, denn er erzählte niemanden von sich. Warum er es Kagome erzählte wusste er selbst nicht.
„Ja, eine Frage hätte ich noch. Willst du das hier … für immer machen?“ Nun war sie wirklich neugierig geworden, das konnte Inu Yasha ihr an der Nasenspitze ablesen. „Nein. Irgendwann, wenn ich genug Geld habe, werde ich nach Amerika, oder Australien auswandern und studieren.“ Sie nickte, sagte aber nichts mehr. „Nun bin ich aber dran, Fragen zu stellen, kleine Kagome!“, grinste er.
Er genoss ihre mörderischen Blicke, wenn er sie ´kleine Kagome´ nannte. „Nun, was machst du, wenn du nicht gerade in ein Bordell gehst, obwohl du nicht einmal das willst, was du hier bekommen könntest?“ Kagome kaute an ihrer Unterlippe. Sie überlegte wohl, ob sie einem Kerl, wie Inu Yasha, etwas von sich erzählen sollte. „Nagut … ich werde dich eh nie wieder sehen! Ich habe die Schule abgeschlossen und bin noch ein wenig unschlüssig, was ich genau studieren soll, mal sehen.“
Inu Yasha musterte sie wieder eingehend, er wollte noch mehr von ihr wissen und vielleicht konnte er sie so doch noch um den Fingern wickeln, wenn er es geschickt anging. „Und hattest du schon einen Freund?“ Sie nickte, sagte aber nichts. „Dann bist du also doch keine kleine Jungfrau mehr.“, er lächelte diesmal. „Kleine Jungfrau?“, fragte sie ein wenig schockiert nach.
Gut, nun war er ein wenig verwirrt, warum tat sie so geschockt? Sie benahm sich immerhin wie Eine! Aber er dürfte sich geirrt haben, so wie sie auf diese Feststellung reagierte. „Jetzt guck mich nicht so schockiert an, Kleine. So wie du dich hier benimmst, wie du dich zierst! Da kann man nur annehmen, dass du noch nie einen Mann an dein Heiligstes gelassen hast!“
Kagome war feuerrot im Gesicht geworden und senkte ihren Blick zum Boden. Unsicher spielte sie mit dem Griff ihres Glases und wagte nicht, ihr Gegenüber anzusehen. Er hingegen wusste jetzt absolut sicher, dass sie wirklich noch vollkommen Unschuldig war. „Bist du sicher, dass du schon einen Freund hattest?“, fragte er erneut. Es war zwar etwas ungewöhnlich, wenn man mit dem Alter noch keine Beziehung hatte, aber weiß Gott, welcher Teufel das Mädchen geritten hatte. Er traute ihr mittlerweile alles zu.
Nachdem keine Antwort kam, sah sich der Hanyou gezwungen aufzustehen, um den Tisch zu gehen und sich wieder vor sie zu stellen. „Dein Schweigen ist mir Antwort genug. Und darf ich daraus schließen, dass du auch noch nie herum geknutscht hast?“ er fragte das so ernst, dass sie keinen Zweifel hegte, dass er mit dieser Frage nicht scherzte.
Sie brauchte wieder keine Antwort geben, damit er wusste, was sie sagen wollte. Er las es ihr einfach an den Augen ab, die mehr sagten, als tausend Worte. Er senkte seinen Kopf ein wenig, nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und blickte ihr intensiv in die Augen. „Dann habe ich wohl etwas gut zu machen, für vorhin.“ Er beugte sich noch etwas weiter hinunter und Kagomes Herz klopfte wie wild in ihrer Brust. Warum war sie auf einmal so nervös?
Und als sie dann seine Lippen auf ihren spürte, machte sich eine unglaubliche Hitze in ihrem Magen breit. Er war viel sanfter, als bei dem ersten Kuss, kostete förmlich ihre Lippen aus und, obwohl sie ihn gebissen hatte, bat er mit seiner Zunge um Einlass. Sie gewährte ihm seine Bitte, ließ ihn in ihren Mund eindringen, ihn auskosten.
Immer noch lagen seine Hände an ihren Wangen, hielten sie nahe bei sich. Zögernd legte sie ihre Hände auf seinen Oberkörper, spürte das Netz unter ihrer Haut, verfing sich mit ihren Fingern darin. Sie merkte, wie er ihr Gesicht langsam los ließ und seine Hände um ihre Taille legte, vorsichtig zupackte und sie aus dem Stuhl hob. Erst, als sie gerade vor ihm stand, lockerte er seinen Griff ein wenig, hörte aber dennoch nicht auf mit ihrer Zunge zu spielen. Irgendwie hatte Kagome total vergessen, wo sie sich gerade befand und vor allem: mit wem!
Inu Yasha ließ seine Hände langsam über ihren Körper gleiten, immer darauf bedacht nicht die falschen Stellen zu erwischen. Ihr Wirbelsäule fuhr er im Zeitlupentempo auf und ab mit seiner linken Hand, während er seine Rechte ihr in den Nacken legte und sie ein wenig massierte. Er hörte, wie ihr ein wohliger Seufzer entglitt und fühlte sich bestätigt.
Ja, er war immer schon gut darin gewesen, Frauen zu verführen, egal wie sehr sie sich zierten. Trotzdem musste er vorsichtig bleiben, denn sobald sie sagte, dass sie das nicht wollte, musste er aufhören. Und solange sie das nicht sagt, wollte er genießen. Ihr Mund schmeckte richtig süß und ihr Duft war bezaubernd. Ihr Körper fühlte sich unter seinen Händen einfach nur perfekt an, sie hatte alles da, wo man es brauchte.
Langsam musste er den Kuss lösen, auch wenn er nicht wollte. Er zog seine Zunge zurück und entfernte sich ein kleines Stück von ihr, war aber nur wenige Millimeter von ihren Lippen entfernt. Er lächelte, als er sie nach Luft schnappen hörte. Er sah ihr wieder in die Augen, die ihn leicht verträumt entgegen blickten und nun wusste er, dass sie ihm fast schon verfallen war. „Willst du noch mehr davon?“, flüsterte er und sie wollte schon nicken, doch so weit kam sie gar nicht, weil er wieder ihre Lippen mit seinen verschloss.
Das Mädchen knipste ihren Verstand wieder aus, der kurz davor war wieder zu kehren. Es war einfach zu schön einmal von einem Mann so geküsst zu werden, er wusste wirklich, was eine Frau wollte, das musste sie ihm lassen. Sie merkte es gar nicht, als seine rechte Hand ihre Nacken los ließ, nach vorne wanderte und sanft über ihren Bauch strich. Aber auch dort verweilte die Hand nicht lange und wanderte hinauf, bis sie den obersten Knopf der Bluse erreichte.
Frech öffnete er den Knopf und kurz darauf direkt den Zweiten. Sie wehrte sich nicht, seufzte erneut auf und legte ihre Arme um seinen Hals. Unbeirrt machte der junge Mann weiter, bis er die Bluse der Schwarzhaarigen komplett offen hatte. Gerne hätte er sich ihren, nun teilweise, freigelegten Oberkörper angesehen, aber er wollte sie nicht mit seinen gierigen Blicken verschrecken. Deswegen tastete er sich einfach voran. Strich zart, mit seinen Krallen, über ihre Haut, erkundete blind ihren Körper, während sie ihre Hände in seinen Haaren vergrub.
Dieses Mädchen machte ihn verrückt, er wollte sie unbedingt, am Besten schon vorgestern! Inu Yasha konnte seine Lust nicht mehr im Zaum halten, umfasste mit beiden Händen ihren Hintern und drückte sie fester an sich. Erschrocken darüber, löste Kagome den Kuss und sah ihn mit großen Augen an, vor allem, als sie an ihrem Unterleib etwas spürte, was sie so schnell gar nicht spüren wollte.
Mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte, stemmte sie sich gegen den Hanyou, bis er sie losließ. Sofort wich sie einige Schritte zurück, damit sie erst einmal ihre Gedanken ordnen konnte. Warum hatte sie das zugelassen? Warum hatte sie sich so küssen und berühren lassen? Sie sah ihn wieder an, er stand immer noch ruhig da und beobachtete sie nur, bewegte sich nicht, sagte nichts. Das war gut, also konnte sie verschwinden.
Kagome griff nach ihrer Tasche und lief zur Tür, kurz drehte sie sich noch einmal um und sah Inu Yasha an. Doch sie wollte nur noch weg hier. Also riss sie die Türe auf und stürzte in den Flur hinaus, die Treppen hinunter und kam im Eingangsbereich raus, wo schon Sango und Ayame auf sie warteten.
Die Mädchen sahen geschockt zu ihrer Freundin, was war nur passiert da oben? Vor allem, mit wem war sie oben gewesen? Der Kerl, der sie begrüßt hatte war auch nicht mehr hier. „Kagome?“, fragte Sango vorsichtig und rechnete mit allem, aber nicht damit, dass die Angesprochene sie anlächelte und ihre Bluse schnell zuknöpfte. „Alles gut, Sango. Es war nett hier. Lasst uns gehen!“ Die Schwarzhaarige hatte es anscheinend wirklich eilig, was ihr ihre Freundinnen nicht übel nehmen konnten.

Inu Yasha war ebenfalls auf den Flur getreten, wo ihm seine Kollegen entgegen kamen. Er musste laut los lachen, denn wenn er ehrlich war, hatte er wohl noch Glück gehabt. Miroku hatte ein blaues Auge und Kougas Gesicht zierten einige, blutige Kratzer. „Na da hast du uns aber zwei Bestien gegeben, Inu Yasha.“, murmelte der Kurzhaarige. Aber der Weißhaarige konnte nicht antworten, denn er fand es immer noch zu komisch.
„Sehr nett. Du hast dir wahrscheinlich die Eine ausgesucht, die alles mit sich machen hat lassen!“, grummelte Kouga und der Hanyou hörte sofort auf zu lachen. „Das glaubst du ja wohl selber nicht. Die Kleine hat mir fast die Zunge abgebissen! Und auch sonst hat sie sich nicht wirklich anfassen lassen. Mehr als öffnen der Knöpfe ihrer Bluse war nicht drinnen.“ „Hoffentlich sehen wir die Drei nie wieder!“, meinte Miroku und verschränkte die Arme vor der Brust.
Inu Yasha nickte einfach, aber er wusste, dass er Kagome wieder sehen wollte. Wenigstens einmal. Es hatte ihm gefallen, dass sie Interesse an ihm gezeigt hatte. Sie hatte ihm Fragen gestellt, die ihm noch keiner gestellt hatte. Es waren keine Fragen gewesen, die unbedingt mit seinen Beruf zu tun hatten, sie wollte ehrliche Antworten, etwas über ihn erfahren. Wer weiß? Vielleicht hatte er das Glück und er würde sie wieder sehen.


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